Pressemitteilungen

Nachruf für Verbandsbruder Dr. Walter Egeler, Arminia Leipzig

Mit gerade erst fünf Jahren hat die lebensbedrohliche spinale Kinderlähmung Vbr. Dr. Walter Egeler heimgesucht. Ein Jahr musste er deshalb im Würzburger Krankenhaus liegen, bis er wieder zu seiner Familie entlassen werden konnte. Doch die Folgen seiner schweren Erkrankung sollten ihn und seine Familie das ganze Leben begleiten und belasten.

Doch von Anfang an gab sich Vbr. Dr. Egeler nicht auf. Dabei zeichneten ihn seine hohe Intelligenz und seine Hartnäckigkeit gepaart mit einem „Hohenlohischen Dickschädel“ aus, die ihn unbeirrt seinen herausragenden Lebensweg gehen ließen. Die einklassige Dorfschule schien anfangs nicht die allerbeste Voraussetzung dafür zu sein. Deshalb schickten ihn seine Eltern nach der 7. Klasse in das Internatsgymnasium in Künzelsau. Dort legte er das Abitur ab und begann im WS 1968/69 in Stuttgart-Hohenheim das Studium der Agrarökonomie, das er 1973 als Diplom-Agrarökonom abschloss. Danach wurde er 1979 mit einem agrarpolitischen Thema promoviert und war als Abteilungsleiter im Württembergischen Genossenschaftsverband in Stuttgart tätig.

Über die Burschenschaft wusste Vbr. Dr. Egeler bis zum Abitur überhaupt nichts. Nachdem ihn ein Burschenschafter auf die B! Hohenheimia aufmerksam gemacht hatte, wurde er dort aufgrund seiner Körperbehinderung nur als Verkehrsgast aufgenommen. Obwohl er nicht Vollmitglied war, begann er, sich bei der Hohenheimia burschenschaftlich zu betätigen. Als die Hohenheimia vor der Vertagung stand, ließ sich Vbr. Dr. Egeler Ende der 1980er-Jahre – er war bereits Alter Herr – reaktivieren und übernahm das Amt des Sprechers. Nach einigen Semestern hatte sich die Hohenheimia unter seiner Führung erholt und Vbr. Dr. Egeler konnte wieder den Status eines Alten Herren einnehmen. Mehr als einmal hatte er durch seinen persönlichen tatkräftigen Einsatz seinen Bund vor der Vertagung bewahrt. Daher war für ihn der Austritt seiner Hohenheimia aus der Deutschen Burschenschaft aus letztlich nichtigem Grund seine größte burschenschaftliche Enttäuschung. Bis zuletzt hat er ihr diesen Schritt nicht verziehen. Umso dankbarer war er, dass er bei der Arminia Leipzig aufgenommen wurde und Burschenschafter bleiben konnte.

Während des Vorsitzes der Hohenheimia in der Deutschen Burschenschaft im Geschäftsjahr 1983/84 hatte Vbr. Dr. Egeler – bereits Alter Herr – vor allem die geistige Führung der Deutschen Burschenschaft übernommen. Es war ihm dabei ein besonderes Anliegen, mit geeigneten Rednern und Themen das Ansehen der Deutschen Burschenschaft in der Öffentlichkeit in positivem Licht erscheinen zu lassen. Gleichzeitig war es für ihn wichtig, dem Anspruch der Deutschen Burschenschaft als Akademikerverband gerecht zu werden.

Herausragendes Ereignis seiner burschenschaftlichen Betätigung war der im September 1983 von ihm in der Böblinger Stadthalle organisierte Luther-Kongreß „Glaube und Politik“ mit 250 Teilnehmern. Drei Jahre in Folge leitete Vbr. Dr. Egeler die Podiumsdiskussionen der AfBA-Tagungen. Zu seinen weiteren burschenschaftlichen Aktivitäten gehörte seit 1982 auch die Mitarbeit im Leseausschuss für drei Ausgaben des Burschenschafter-Handbuches.

Weiterhin veranstaltete Vbr. Dr. Egeler einen burschenschaftlichen Liederwettbewerb. Zwei der Lieder wurden sogar in das Allgemeine Deutsche Kommersbuch aufgenommen. Auf der Leipziger Buchausstellung hat er von 1996 bis 2003 in Zusammenarbeit mit dem Convent Deutscher Akademikerverbände mehrmals Veranstaltungen organisiert und geleitet wie beispielsweise eine Diskussion zwischen Nachfahren August von Kotzebues und dessen Mörder Karl Ludwig Sand. Diese Veranstaltungen wurden alle in das offizielle Messeprogramm aufgenommen.

Mittlerweile war Vbr. Dr. Egeler in der Deutschen Burschenschaft so bekannt geworden, dass ihm das Amt des Schriftleiters der „Burschenschaftlichen Blätter“ angetragen wurde. Dieses Amt sollte er dann zehn Jahre lang innehaben. Jedes Jahr Heft hatten einen Themenschwerpunkt, der aus burschenschaftlicher Sicht bearbeitet wurde. Im Mai 2002 stürzte Vbr. Dr. Egeler an seinem Arbeitsplatz und brach sich den rechten Arm. Nach diesem Unfall musste er das Amt des Schriftleiters der „Burschenschaftlichen Blätter“ abgeben. Für seinen engagierten Einsatz zum Wohle der Deutschen Burschenschaft zeichnete ihn die Deutsche Burschenschaft im Jahre 2004 mit ihrem Ehrenband aus. Dies ist eine Auszeichnung für die es nur fünf lebende Burschenschafter geben darf. Am 28. März 2015 verlieh ihm der Convent Deutscher Akademikerverbände im Beisein zahlreicher Freunde die Fabricius-Medaille, die höchste Auszeichnung im deutschen Korporationswesen. Damit würdigte der CDA seine hervorragende schriftstellerische Lebensleistung in den Burschenschaftlichen Blättern und seine Verdienste um das Korporationswesen in der Messestadt Leipzig.

Im Dezember 1991 wurde Vbr. Dr. Egeler beim Besuch des Weihnachtsmarktes in Rothenburg o. d. Tauber umgerannt und musste mit gebrochenem Hüftgelenk sechs Wochen lang bewegungslos im Bett liegen. Erst ein Vierteljahr später war er wieder arbeitsfähig. Ende der 1990er Jahre machten sich dann bei ihm die Folgen des Postpolio-Syndroms, eine zunehmende Muskelschwäche, bemerkbar. Anfangs nur nachts musste er ein Atemgerät benutzen, um nicht zu ersticken. Doch weder der schwere Unfall noch der Muskelschwund konnten seinen Lebensmut und seinen Lebenswillen beeinträchtigen. Die schleichende Verschlechterung seiner gesundheitlichen Lage veranlasste Vbr. Dr. Egeler schließlich, neben dem elterlichen Bauernhof in den Jahren 2009/2010 ein Haus mit einer behinderten- und rollstuhlgerechten Wohnung zu bauen. Dort wohnte er seit April 2010 von seiner Schwester und seiner Mutter fürsorglich pflegerisch unterstützt. Doch der Muskelschwund war nicht mehr aufzuhalten, bis Vbr. Dr. Egeler in seinen letzten Lebenstagen bewegungsunfähig in einem Pflegebett liegen musste.

Am 28. November verstarb Vbr. Dr. Walter Egeler im Alter von 70 Jahren. Seine Bundesbrüder und burschenschaftlichen Freunde werden ihn mit burschenschaftlichen Ehren auf seinem letzten Weg begleiten, so wie er es sich gewünscht hatte. Requiescat in pacem!

Bernhard Schroeter Z! Frankonia Erlangen.
Vorsitzender und Schriftwart der VaB Stuttgart


Spätestens seit der Kölner Silvesternacht 2015/2016 steht der Jahreswechsel unter dem Zeichen massenhafter Gewalt und hemmungsloser Ausschreitungen. Während die Polizei in Leipzig-Connewitz von linksextremen Randalierern mit Feuerwerk und Steinen attackiert wurde, ereignete sich in Eisenach eine Sachbeschädigung, die sich nahtlos in die Tradition linker Gewalt einreiht.

Die Schaufensterscheibe des Sekretariates der Deutschen Burschenschaft (DB) sowie des Denkmalerhaltungsvereins Eisenach e.V. (DEV) wurden schwer beschädigt und mit verschiedenen linken Parolen beschmiert. Das mehrfach gesplitterte und beschmutzte Glas - u. a. mit der Parole "FCK NZS" ("Fuck Nazis") - muss ersetzt werden. "Dieser feige nächtliche Angriff ist das Werk geistloser Extremisten, die jeglichen Kontakt zur Eisenach Bevölkerung verloren haben und dem freundschaftlichen Zusammenleben der Burschenschafter und örtlichen Bürger nur noch mit Gewalt und Vandalismus begegnen können", erklärt der Sprecher der DB, Jakob Scheffel (Münchener Burschenschaft Alemannia). 

Bereits im Mai 2016 hatten linke Extremisten einen erheblichen Farbanschlag auf das Ehrenmal und Burschenschaftsdenkmal in Eisenach verübt und damit bewiesen, wessen Geistes Kind sie sind. Und auch das örtliche Bürgerbüro des Politikers Stefan Möller (Alternative für Deutschland) wurde in der Silvesternacht von linken Extremisten attackiert. Neben der bereits erwähnten "FCK NZS"-Parole finden sich hier auch Sprüche wie "AfD nach Dachau!" - der perfide totalitäre Geist der Täter wird hier besonders deutlich.

Philip Stein, Pressereferent der DB, will vor allem Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Die Linke) und das Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach (kurz: RosaLuxx) in die Verantwortung nehmen:

"Sowohl Frau Wolf als auch das sog. offene Jugend- und Wahlkreisbüro RosaLuxx tragen zumindest eine Mitschuld an solch feigen Angriffen auf politisch Andersdenkende in Eisenach. Vermehrt wurden von diesen Kreisen burschenschaftsfeindliche Vorträge organisiert und so möglicherweise örtliche Extremisten erst ermutigt, gewalttätig vorzugehen. Derartige Umtriebe müssen gestoppt werden."

Die Deutsche Burschenschaft fordert Frau Wolf sowie das RosaLuxx auf, sich eindeutig von den Angriffen zu distanzieren.

Eine Strafanzeige wurde selbstredend gestellt.

 

Kontakt für Rückfragen: Philip Stein, presse@burschenschaft.de 


In der Nacht vom 12. auf den 13. Mai wurde das Burschenschafterdenkmal in Eisenach von feigen, hasserfüllten Chaoten geschändet.

Besonders erschreckend ist hierbei, dass der Vorhof, der zur Erinnerung an die Gefallenen und Ermordeten der Studentenschaft dient, mit Farbe beschmiert wurde. Die Täter besprühten verschiedene Gedenk- und Informationstafeln sowie das Ehrenmal für die in beiden Weltkriegen gefallenen Burschenschafter mit dem in linken Kreisen üblichen Spruch „Keine Opfer, sondern Täter“ und versuchten so, das Gedenken an die Gefallen und Ermordeten zu entweihen.

Weiterhin wurde mehrfach die linke Parole „Burschis Boxen“ (sic!) auf Mauer und Gedenktafel geschmiert. Diese Parolen und weitere linke bzw. feministische Symbole deuten stark darauf hin, dass die Täter dem linksextremen Milieu zuzuordnen sind.

Eine besondere Brisanz hat dieser feige, nächtliche Angriff vor dem Hintergrund, dass das Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach (kurz: RosaLuxx) sowie das Abgeordnetenbüro Madeleine Henfling (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) in Eisenach und Seebach zu einer burschenschaftsfeindlichen Vortragsreihe mit Rüdiger Bender (DIE GRÜNEN) geladen haben. Dort soll u.a. der angebliche Sexismus der Deutschen Burschenschaft thematisiert werden. Die feministischen Symbole, mit denen Ehrenhof und Burschenschaftsdenkmal beschmiert wurden, sind vor diesem Hintergrund sicher rein zufällig gewählt.

Am Tatort wurde durch die Täter ein Flugblatt zur erwähnten Veranstaltung der RosaLuxx zurückgelassen. Das berühmte Zitat ihrer Namensgeberin, dass die Freiheit auch immer die Freiheit des Andersdenkenden bedeute, scheint das vermeintliche Bündnis gekonnt auszublenden.

Wir fordern die thüringische Landesregierung dazu auf, das Kulturerbe des Landes vor Vandalismus zu schützen und dem gewaltbereiten politischen Extremismus entschieden entgegenzutreten. Weiterhin fordern wir das Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach, das Abgeordnetenbüro Madeleine Hänfling sowie Rüdiger Bender explizit dazu auf, sich von der Schandtat der feigen Täter zu distanzieren.

Herzlich bedanken möchten wir uns bei der Polizei, die schnell und professionell die Ermittlungen aufgenommen hat und kurz nach der Alarmierung am Tatort war.

Trotz dieser feigen Attacke auf ein Wahrzeichen der deutschen Geschichte wird die Deutsche Burschenschaft weiterhin unbeirrt in Eisenach tagen und feiern. Die große Solidarität und Herzlichkeit der Einwohner steht diesem Gewaltakt deutlich gegenüber.


Der traditionsreichste burschenschaftliche Akademikerverband, die Deutsche Burschenschaft, hat in Zusammenarbeit mit dem Denkmalerhaltungsverein Eisenach e.V. ein offizielles Sekretariat in der Wartburgstadt Eisenach eröffnet. 

Mit dieser Niederlassung in Eisenach wird von Seiten des burschenschaftlichen Dachverbandes nicht nur ein weiterer zentraler Schritt auf dem eingeschlagenen Weg der Modernisierung und Professionalisierung gemacht. Vielmehr kehrt die Deutsche Burschenschaft auch an jenen Ort zurück, der für die eigene Entstehung sowie die damit einhergehende Geschichte des deutschen Vaterlandes von zentraler Bedeutung ist. Zusätzlich zum Burschenschaftsdenkmal auf der Göpelskuppe, dem angeschlossenen Berghotel sowie der Wartburg entsteht mit dem Sekretariat in Eisenach nun also ein weiterer wichtiger Standort für die burschenschaftliche Bewegung. 

Der Denkmalerhaltungsverein Eisenach e.V. (DEV) realisiert mit der Eröffnung des Sekretariats sein schon immer verfolgtes, aber im Alleingang nicht zu stemmendes strategisches Ziel, mit einem ständigen Büro in der Wartburg- und Denkmalstadt vertreten zu sein. Für den DEV ist das nicht nur ein Schritt zu einer effizienteren und schnelleren Verwaltung und zur Vermeidung von Reibungsverlusten, sondern auch ein Zeichen der besonderen Verbundenheit mit Eisenach. 

Neben den üblichen Verwaltungsaufgaben, die fortan von Eisenach aus gesteuert werden, ist mit dem Sekretariat auch eine Stelle geschaffen worden, die Auskünfte erteilen und für Bürger zum Ansprechpartner werden kann. Wir als Verein und Verband wollen uns den Bürgern und Besuchern der Stadt Eisenach weiter öffnen. 

Für die Stadt Eisenach, die bereits jährlich durch den Wirtschaftsfaktor Burschentag mit Ausgaben aller Beteiligten von weit über 500.000 Euro sowie dem Wirtschaftsfaktor Berghotel und Denkmal profitiert, entsteht durch das Sekretariat auch eine weitere Einnahmequelle. Denn die Deutsche Burschenschaft wird mittelfristig Ihren Sitz nach Eisenach verlegen und somit in Eisenach steuerpflichtig werden. 

Auch der Denkmalerhaltungsverein hat von Anfang an externe Aufträge bewusst und bevorzugt an Unternehmen und Dienstleister in Eisenach und Region vergeben. Die Kooperation mit der Deutschen Burschenschaft hat die Gelegenheit geschaffen, diese Linie konsequent weiterzuverfolgen und die Kräfte und Mittel am Standort Eisenach zu bündeln. Damit ergibt sich eine Chance, Synergieeffekte zu erreichen, von denen alle Beteiligten profitieren.

Die Deutsche Burschenschaft und der Denkmalerhaltungsverein Eisenach e.V. freuen sich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Stadt, ihren Bürgern und Besuchern. 

 

Sekretariat der Deutschen Burschenschaft

Löberstraße 14

D-99817 Eisenach

E-Post: sekretariat@burschenschaft.de

Telefon: 03691-2453029

Telefax: 03691-2453023

Öffnungszeiten Montags bis Freitag 09.00 – 13.00 Uhr

Sekretariat des Denkmalerhaltungsverein Eisenach e.V.

Löberstraße 14

D-99817 Eisenach

E-Post: post@denkmalerhaltungsverein.de

Telefon: 03691-2453028

Telefax:03691-2453023

Öffnungszeiten Montags bis Freitag 09.00 – 13.00 Uhr


Die Deutsche Burschenschaft begrüßt die Veröffentlichung des bisher geheim verhandelten TTIP-Abkommens durch die Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Der Sprecher der Deutschen Burschenschaft, Jörg Sobolewski (Mitglied der Berliner Burschenschaft Gothia), sagte dazu: „Wie so viele andere Europäer befürchten auch wir als Burschenschafter – neben einer Absenkung verbraucherschutzrechtlicher Standards – eine weitere Aushöhlung der staatlichen Souveränität der europäischen Staaten zugunsten einer deutlichen Stärkung internationaler Großkonzerne.“

Der Blick über den Atlantik auf 20 Jahre Nordamerikanisches Freihandelsabkommen (NAFTA) genüge, so Sobolewski, um an den Verhandlungen zu zweifeln. So vernichte NAFTA einer Studie des Economic Policy Institute in Washington zufolge hunderttausende Arbeitsplätze, anstatt neue zu schaffen. In Mexiko sei die Zahl der unter der Armutsgrenze lebenden Menschen seit der Einführung des Abkommens deutlich gestiegen – selbst Niedrigstlöhne würden keine Arbeitsplatzgarantie mehr bieten.

„Ein auf Augenhöhe, transparent verhandeltes Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union bietet gegebenenfalls sogar Möglichkeiten zur gemeinsamen Entwicklung“, betont Sobolewski, „derzeit ist diese Verfahrensweise aber nicht ansatzweise zu sehen. Greenpeace gebührt daher der Dank, die intransparenten Verhandlungen und damit verbundenen Kuhhandel offengelegt zu haben.“


Die an sich richtige und notwendige Forderung nach Kontrolle und Verhinderung illegaler Einwanderungsströme nach und durch Europa bedeutet faktisch eine Reaktivierung der selbst von der Fizepräsidentin des EU-Parlaments Lunacek als "Unrechtsgrenze" bezeichneten Brennergrenze. Österreich ist daher gehalten, darauf hin zu wirken, dass Italien durch die Errichtung von Registrierungsstellen bereits an seiner Südgrenze dafür Sorge trägt, dass es nicht erst zu einem Rückstau von unkontrollierten und unregistrierten Flüchtlingsströmen am Brenner und in dessen Folge zum Verbleib der Flüchtlinge in der Region kommt. 

Unabhängig davon, welche Maßnahmen in den nächsten Wochen am Brenner und am Reschen oder an den Küsten Italiens tatsächlich getroffen werden, zeigt die aktuelle Entwicklung, dass die Rolle Österreichs als Schutzmacht Tirols und die nie aufgegebene Forderung nach Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts Südtirols aktueller den je sind.

Bei der Brenner-Grenze geht es nämlich um mehr als ausschließlich um Fragen der Wirtschaft, des ungehinderten Güterverkehrs und des Fremdenverkehrs. Es geht auch um die Erhaltung einer 1200 Jahre alten ethnischen und kulturellen Identität zwischen Kufstein und Salurn. 

 

Jörg Sobolewski - Sprecher der Deutschen Burschenschaft im Geschäftsjahr 2016 -


Die Deutsche Burschenschaft hat letzte Woche in der Wartburgstadt Eisenach ihren Burschentag 2015 abgehalten. Er war ein großartiger Erfolg mit einer Teilnahme von über tausend Burschenschaftern am Festkommers am Samstagabend in der Eisenacher Aßmannhalle.

Mit ihren bunten Mützen haben Studierende und Alte Herren eine Woche lang das Stadtbild von Eisenach geprägt.

Entgegen den Bestrebungen der Oberbürgermeisterin Katja Wolf von „der Linken“, der Deutschen Burschenschaft den Aufenthalt in der von ihr unter Beschlag genommenen Stadt zu vergällen, feierten die angereisten Burschschafter in trauter Eintracht mit der Eisenacher Bevölkerung das Jubiläum ihrer Gründung vor 200 Jahren.

Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei den Eisenachern, die uns so viel Freundlichkeit und Sympathie entgegen gebracht haben, bedanken.

Wir dürfen ihnen versichern, dass wir gerne wiederkommen und uns auch von einer postkommunistischen Bürgermeisterin nicht die Laune verderben lassen, die offenbar noch nicht gelernt hat, mit Meinungsvielfalt und Versammlungsfreiheit umzugehen. Mit Werten, die die Burschenschaft bereits vor 200 Jahren proklamiert hat und die mittlerweile Eingang in die demokratischen Verfassungen und Grundrechtskataloge vieler Länder gefunden haben.

Rückfragehinweis: Walter Tributsch, Pressereferent der Deutschen Burschenschaft presse@burschenschaft.de oder 0043 6767379745