Presse- und Informationsdienst der Deutschen Burschenschaft
Hochschulpolitische Stellungnahme der Deutschen Burschenschaft
Die Stellungnahme finden Sie unter diesem Verweis.
Standpunkte
NEIN zu Studiengebühren.
Die Deutsche Burschenschaft nimmt mit Bestürzung und Empörung die Ankündigungen einiger Landesregierungen zur Kenntnis, in ihren Bundesländern Studiengebühren einführen zu wollen. Die Deutsche Burschenschaft steht seit fast 200 Jahren fest zu ihrem Wahlspruch "Ehre - Freiheit - Vaterland". In diesem Sinne widerspricht die Einführung von Studiengebühren eindeutig dem Grundgedanken der Freiheit. Die persönliche, politische und akademische Freiheit kann nicht ohne die Freiheit des Geistes und die Unabhängigkeit und Selbständigkeit des Denkens erreicht werden.
Mit der Einführung von Studiengebühren kann in einem demokratischen Land dann keine geistige Freiheit mehr existieren, wenn der Zugang zur akademischen Ausbildung eine Frage der finanziellen Ausstattung jedes einzelnen sein soll. Vielmehr wird mit der Einführung von Studiengebühren nämlich ein lange totgeschwiegenes Problem auf den Punkt gebracht: Der Sozialstaat ist größtenteils nicht mehr finanzierbar. Nachdem in vielen anderen Bereichen - wie etwa Kultur, Jugendarbeit oder Denkmalpflege - die staatlichen Zuschüsse drastisch gekürzt oder komplett gestrichen wurden, sollen nun die Studenten die Bürde des maroden Finanzsystems tragen.
Wenn aber auch in Zukunft der soziale Abstieg und eine sogenannte "soziale Auslese" der Studentenschaft verhindert werden soll, kann die Forderung nur der Position der Deutschen Burschenschaft entsprechen: Ein klares NEIN zu Studiengebühren!
