Presse- und Informationsdienst der Deutschen Burschenschaft
Aktuelle Presse-Meldung vom 29. Mai 2010
Klares Bekenntnis zu Europa
Die Beratungen des 20. Burschentages seit der Wiedervereinigung in Eisenach gingen am Freitagnachmittag mit einem klaren Bekenntnis zu Europa zu Ende. Mit einer breiten Mehrheit haben die Delegierten des parlamentarischen Zusammentreffens von Vertretern der 123 Mitgliedsvereinigungen dem Verband den Auftrag erteilt, sich intensiv mit dem Prozeß der Europäischen Einigung kritisch auseinanderzusetzen. „Die Beschäftigung mit den Leitlinien und unverzichtbaren Grundsätzen eines Europas der Vaterländer steht für uns als Träger der nationalen Einigungsbewegung in logischer gedanklicher Kontinuität“, so Carsten Engelhardt, Sprecher der Deutschen Burschenschaft von der Burschenschaft Normannia Heidelberg. Demokratiedefizite und der politische Druck hin zu einem zentralistischen Bürokratenstaat zwingen nach Ansicht des Verbandes allerdings zu einer kritischen Bestandsaufnahme und werfen die Frage auf, ob auf dem Weg in ein zusammenwachsendes Europa in ausreichendem Maße das Subsidiaritätsprinzip, demokratische Mitbestimmung und die Einbindung der europäischen Völker berücksichtigt wurden. „Die aktuelle politische Krise der EU bietet eine Chance, die Konstruktionsfehler der EU ohne ideologische Scheuklappen zu diskutieren und im Sinne einer von der Bevölkerung Europas akzeptierten Interessengemeinschaft zu korrigieren“ ist sich der 32jährige Rechtsanwalt sicher.Die in der medialen Vorberichterstattung angeklungene Frage der Beschäftigung mit extremistischen Tendenzen war insofern Gegenstand der Beratungen, als das die Delegierten auf das Bekenntnis der burschenschaftlichen Bewegung zu den Grundwerten, die ausgehend vom Paulskirchenparlament ihren Niederschlag im Grundrechtskatalog der Bundesrepublik Deutschland fanden, eingingen. „Am Bekenntnis zu diesen Grundwerten, die von Burschenschaftern für Deutschland erkämpft wurden, besteht kein Zweifel“, stellte ein Vertreter fest und forderte, sich dieser Tatsache als Grundlage eigenen Handelns immer bewußt zu sein.Zur Vorsitzenden Burschenschaft im Geschäftsjahr 2011 wählten die Delegierten die Burschenschaft Arminia-Rhenania München mit einer breiten Mehrheit. Die vollständige Erklärung des Burschentages zu Europa ist unter www.burschenschaft.de/presse/aktuelles.html herunterzuladen.
Beschluß des Burschentages 2010 in Eisenach vom 28. Mai 2010
Der Burschentag hat beschlossen
Präambel:
Die Deutsche Burschenschaft strebt den Aufbau und das Zusammenwachsen eines demokratisch legitimierten Europa auf den Fundamenten unserer christlich-abendländischen Kultur, des Humanismus sowie der Aufklärung unter Wahrung der regionalen und nationalen Identitäten an. Die Deutsche Burschenschaft will sich getreu ihrer fast zweihundert Jahre alten Grundsätze kritisch aber konstruktiv an diesem Einigungsprozess beteiligen.
In ihrer Verantwortung für das Wohlergehen des eigenen Volkes im gesamten deutschen Sprach- und Kulturraum innerhalb eines freien Europa definiert die Deutsche Burschenschaft folgende Zielvorstellungen:
Aktuelle Presse-Meldung vom 25. Mai 2010
Deutsche Burschenschaft tagt in Eisenach
Burschentag 2010
Heidelberg (ots) - Zum 20. Mal seit der Wiedervereinigung tagen vom Donnerstag, 27. Mai 2010, bis Sonntag, 30. Mai 2010, die Mitgliedsvereinigungen der Deutschen Burschenschaft in Eisenach am Fuße der Wartburg. In den Verhandlungen diskutieren die Delegierten über diverse Anträge und die zukünftigen Schwerpunkte der Arbeit im größten burschenschaftlichen Verband, dem Mitgliedsvereinigungen aus der Republik Österreich und der Bundesrepublik Deutschland angehören. Unter anderem wird sich eine Diskussion dem Prozeß der europäischen Einigung im Lichte aktueller politischer Ereignisse widmen.
Höhepunkte des Burschentages sind der traditionelle Festakt auf der Wartburg, der am Freitag, 28. Mai 2010, um 19.00 Uhr im Innenhof der Wartburg stattfindet sowie der Kommers am Samstag, 29. Mai 2010, ab 20.00 Uhr in der Sporthalle Eisenach. Zu beiden Veranstaltungen werden Redner aus den Reihen der Vorsitzenden Burschenschaft, der Burschenschaft Normannia Heidelberg, zu den Teilnehmern sprechen. Die traditionelle Kulturfahrt im Rahmen des Burschentages führt die zahlreichen Damen und Burschenschafter am Samstag nach Weimar zu einem Stadtrundgang, das Kräftemessen mit einer Eisenacher Fußballauswahl beginnt ebenfalls am Samstag, 29. Mai 2010, um 10.00 Uhr im Wartburgstadion. Am Sonntag, 30. Mai 2010, beschließen ein Gottesdienst am Fuße des Burschenschaftsdenkmals um 10.00 Uhr und ein abschließender Jazz-Frühschoppen die Jahrestagung des Korporationsverbandes.
Zu einem Vorgespräch lädt der Verband die Vertreter der Medien am Donnerstag, 27. Mai 2010, um 10.00 Uhr in das Steigenberger Hotel „Thüringer Hof, Karlsplatz 11, D-99817 Eisenach, ein. Die abschließende Pressekonferenz findet am Samstag, 29. Mai 2010, um 14.00 Uhr ebenfalls im Steigenberger Hotel „Thüringer Hof“ statt.
Vertreter der Presse sind zu den offiziellen Veranstaltungen herzlich eingeladen. Dies sind der Wartburgfestakt, der Kommers sowie die genannten Pressetermine. Bitte beachten Sie dabei die Hinweise zur Akkreditierung unter http://www.burschenschaft.de/presse/akkreditierung.html. Sie können sich auch gerne telefonisch an den Pressereferenten, Herrn Michael Schmidt, unter +49 151 54828478 wenden.
Bitte beachten Sie, daß eine Akkreditierung zur Berichterstattung zwingend erforderlich ist. Während des Burschentages stehen Ihnen der Pressereferent der Deutschen Burschenschaft sowie ggf. Vertreter der Vorsitzenden Burschenschaft gerne nach Absprache zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Filmaufnahmen sind während des Festaktes auf der Wartburg und dem Kommers nach vorheriger Absprache möglich.
Die genannten Veranstaltungen finden im Innenhof der Wartburg oder in der Werner-Aßmann- Halle in D-99817 Eisenach statt.
Gerne stellen wir Ihnen für die Berichterstattung Bildmaterial und einen Text zur Verfügung. Bitte senden Sie mir in diesem Fall eine kurze entsprechende Nachricht oder kontaktieren Sie mich über die angegebene Mobilfunknummer. Sollte diese Nachricht nicht den richtigen Adressaten gefunden haben, sind wir für einen entsprechenden Hinweis dankbar!
Aktuelle Presse-Meldung vom 2. Mai 2010
Presse und Meinungsfreiheit sind unverzichtbarer Pfeiler von Demokratie
Heidelberg (ots) - Zum internationalen Tag der Pressefreiheit am 03. Mai hebt die Deutsche Burschenschaft den Wert der Presse- und Meinungsfreiheit für demokratische Gesellschaften hervor. Unabhängige und kritische Medien sind als wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften ein unverzichtbarer Pfeiler der Freiheit.
Obwohl in der Bundesrepublik Deutschland und in der Republik Österreich die Pressefreiheit verfassungsrechtlich geschützt ist, muss diese Freiheit täglich neu erkämpft werden. Neben den Verletzungen durch manchen Versuch der Einschüchterung von Journalisten zum Beispiel durch die Aushöhlung des Informantenschutzes und der Durchsuchung von Redaktionsräumen, sieht der Verband die Pressefreiheit auch durch wirtschaftliche Zwänge in Gefahr. Agenturjournalismus und ein schleichender Konzentrationsprozess beim Besitz von Medien gefährden zunehmend auch bei uns die freie und unabhängige Berichterstattung. In diesem Zusammenhang kritisiert die Deutsche Burschenschaft, die sich seit 1815 für Pressefreiheit und Bürgerrechte einsetzt, auch große Medienbeteiligungen oder den Besitz von Zeitungen und Verlagen durch politische Parteien wie beispielsweise der SPD.
"Kritischer und unabhängiger Journalismus erfordert inhaltlichen Wettbewerb und keine publizistische Monokultur", so der Sprecher der Deutschen Burschenschaft, RA Carsten Engelhardt (Burschenschaft Normannia Heidelberg). Schwerer als staatliche Maßnahmen der Einschränkung von Meinungs- und Pressefreiheit wiegen nach Meinung des größten Verbandes von Burschenschaften in der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreich subtile Denkverbote, die durch den Prozess der "Political Correctness" und den Versuch selbsternannter Tugendwächter im Bemühen entstehen, missliebige Inhalte und Meinungen in der Medienöffentlichkeit zu unterdrücken.
Dem Versuch gesellschaftlicher Gruppen, Institutionen und mancher Medien selbst, anderen vorzuschreiben was zu denken und zu schreiben ist, erteilt Engelhardt eine klare Absage. "Wir brauchen für den täglichen Kampf um die Freiheit kritische, engagierte Journalisten und Verlegerpersönlichkeiten, die einem Mainstreamjournalismus durch unbequeme Fragen und Veröffentlichungen entgegenwirken", so der Sprecher des Verbandes weiter.
