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Die örtlichen Burschenschaften in Karlsruhe

Karlsruher Burschenschaft Tuiskonia
Kornblumenstraße 9
76131 Karlsruhe

Telefon: +49 721 697267
Telefax: +49 721 9663893

chargen@tuiskonia.com
www.tuiskonia.com

Die Burschenschaft Tuiskonia wurde am 14. Oktober 1877 von Burschen der Dresden-Freiberger Burschenschaft Cheruskia, derzeit zu Aachen, in Dresden gegründet, um mit der Gründungsburschenschaft ein Paukverhältnis zu bilden.

Der Name Tuiskonia leitet sich ab von dem schon bei Tacitus erwähnten Wanischen Erdgott Tuisco, von dessen Namen sich auch über Tuisk - Tysk der Name "Deutsch" herleitet. Die Farben der B! Tuiskonia sind Gold-Weiß-Violett.

Im WS 1880/81 wurde die Tuiskonia vertagt, jedoch im WS1883/84 in Stuttgart mit Hilfe der B! Alemannia und Burschen der KB! Arminia, der KB! Teutonia und der KB! Germania wiedereröffnet. Im WS 1887/88 vertagte sie sich erneut, um im WS 1889/90 mit Unterstützung der Karlsruher Teutonen in Dresden wieder zu eröffnen. Auch dort wurde sie im WS

1890/91 wieder vertagt, konnte jedoch nach der Vorarbeit von Karlsruher Arminen sowie Darmstädter Friesen und Germanen am 4. März 1895 erneut wieder aufmachen. Auf Veranlassung der Karlsruher Arminen und Germanen übersiedelte sie nach einem Streit um das Maturitätsprinzip endgültig nach Karlsruhe, wo am 10. Nov. 1896 der Kneipbetrieb aufgenommen wurde.

Im Jahre 1903 bezog die Burschenschaft Tuiskonia dann das Haus in der Kornblumenstr. 9, das von dem damaligen Aktiven Constabel (Spitzname "Rothschild") finanziert worden war und 1905 von der Altherrenschaft übernommen wurde. Es bietet heute mehrere große Gemeinschaftsräume, einen schönen Garten, ideal für Feste, sowie 3 gemütliche Studentenzimmer. Zur Universität sind es zu Fuß nur wenige Gehminuten, die Fachhochschule und die DHBW sind von der nahe gelegenen Straßenbahnhaltestelle in kurzer Fahrtzeit zu erreichen.

Seit 1914 gehörte die B! Tuiskonia dem Rüdesheimer Verband Deutscher Burschenschaften an, der 1919 mit dem ehemaligen ADC zur Deutschen Burschenschaft verschmolz. Außerdem wurde sie 1951 in den Weißen Verband und 1962 in die Burschenschaftliche Gemeinschaft in DB und DBÖ aufgenommen, deren Vorsitz sie in den Jahren 1978 und 1979 innehatte.

Im Jahre 1930 ging die 1835 gegründete ehemalige Architektenverbindung Vitruvia in der B! Tuiskonia auf. Die Vitruvia, von 1921 bis 1927 ADB - Burschenschaft, wollte vorher als freie Burschenschaft in die DB eintreten, was jedoch bei den damaligen Eintrittsbeschränkungen nicht gelang, sodaß eine Einzelübernahme in die B! Tuiskonia nach der Auflösung der Vitruvia notwendig war. Die Vitruven hatten die Farben Blau - Weiß - Gold und trugen schwarze Samtmützen.

Nach der Zwangsauflösung der DB bildeten die B! Tuiskonia und das C! Alemannia 1935 die NS- Studentenkameradschaft Oberrhein. 1947 wurde die B! Tuiskonia unter dem Namen Akademischer Verein Rheinland wiedereröffnet, ehe sie nach 1950 wieder mit Namen, Farben und Zirkel in die Öffentlichkeit treten konnte. Nachdem per BGH - Urteil 1954 die Bestimmungsmensur erlaubt wurde, stellten auch die Karlsruber Tuiskonen im Jahre 1956 wieder die ersten Mensuren nach dem Krieg.

Derzeit zählt die B! Tuiskonia ca. 100 Mitglieder, verteilt über ganz Deutschland. Wir sind ein Lebensbund, der seinen Mitgliedern Freundschaft und bestmögliche Unterstützung in Studium und Beruf bietet.

Wir erwarten von unseren Bundesbrüdern ein aktives Eintreten für die Belange unserer Verbindung und fechten zwei Pflichtmensuren.