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Die örtliche Burschenschaft in Wien
Stadt- und Studieninformationen für Wien
Stadtbeschreibung von Wien
Als Residenzstadt der Habsburger war Wien jahrhundertelang Mittelpunkt des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation. Nach zwei entbehrungsreichen, aber erfolglosen, Türkenbelagerungen 1529 und 1683 setzte eine rege barocke Bautätigkeit ein. Architekten wie Lukas von Hildebradt und Fischer von Erlach prägen das Stadtbild bis heute (zB. Schloss Belvedere des Prinzen Eugen, Schloß Schönbrunn, Karlskirche).Nach der Revolution 1848/49 ließ Kaiser Franz Josef I. die Stadtmauer schleifen und gab Wien eine imperiale Prachtstraße - den Ring. Auf ihm befinden sich die Zentren für Politik (Hofburg, Parlament, Rathaus), Kultur (Staatsoper und Burgtheater) und u.a. die Universität Wien.Aber auch der soziale Wohnbau der 1. und 2. Republik ist wesentlicher Teil der Architektur Wiens, beispielsweise der Karl-Marx-Hof mit der längsten durchgehenden Häuserfront Europas. Obwohl Wien durch alliierte Bombenangriffe am Ende des 2. Weltkrieges schwer getroffen wurde, konnten die meisten Bauwerke originalgetreu wieder aufgebaut werden.Gegenwärtig entstehen auch zahlreiche Hochhäuser, die Wien als europäische Metropole mit knapp 2 Mio. Einwohnern einen modernen Anstrich verleihen. Einhergehend mit dem Aufstieg Österreichs zur europäischen Großmacht fand auch ein intellektueller Aufschwung statt. Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert schufen die Wiener Klassik; Grillparzer, Nestroy, Hofmannsthal dichteten in unserer Hauptstadt Weltliteratur.Noch heute bietet Wien in der Staatsoper, dem Musikverein der Wiener Philharmoniker und dem Burgtheater Kultur auf höchstem Niveau.Neben dem Kunsthistorischen und Naturhistorischen Museum, der Schatzkammer mit den Reichsinsignien, der umfangreichen graphischen Sammlung in der Albertina und dem beindruckenden Heeresgeschichtlichen Museum findet man auch zeitgenössische Kunst z.B. im Museumsquartier, einem der größten Kulturareale der Welt, ausgestellt. Eng verbunden mit dem geistigen Leben in Wien sind natürlich die typischen Kaffeehäuser. Dort sieht man die Gäste teils in heftige Diskussionen verstrickt oder aber einfach nur die Zeitung lesend bei Torte und Melange.Der Erholung dienen der Wienerwald am Stadtrand, der Prater oder die Donauinsel (wenn nicht gerade das Donauinselfest, das mit seinen ca. 3 Mio. Besuchern die größte Freiluftveranstaltung Europas ist, statt findet). Auch das Nachtleben bietet für den Studenten jeden Tag eine Fülle von Möglichkeiten: Ob man beim Heurigen Wienerlied und G´spritzen genießt, sich in den Clubs und Bars austobt, gemütlich in einem Beis´l sitzt oder am Ball Walzer tanzt – es ist für jeden Geschmack und für jede Geldbörse etwas dabei. www.wien.at
Beschreibung der Hochschulen
Die Alma Mater Rudolphina ist die älteste und mit über 72.000 Studenten die größte Universität im heutigen deutschen Sprachraum (die älteste deutsche Universität war Prag). Die Universität Wien (sog „Hauptuni“) wurde bereits 1365 gegründet und war vor allem für ihre medizinische Fakultät berühmt, die seit dem Jahre 2004 als eigenständige Universität existiert. 1692 wurde die Akademie der bildenden Künste gegründet; seit 1765 besteht die Veterinärmedizinische Universität. 1815 wurde die Technische Universität Wien gegründet; zwei Jahre später folgte die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Ebenfalls aus der Zeit des Kaiserreiches stammen die Universität für angewandte Kunst, die seit 1872 bestehende Universität für Bodenkultur und die 1898 gegründete Wirtschaftsuniversität Wien. Neben diesen staatlichen Universitäten gibt es in Wien noch fünf Privatuniversitäten und einige Fachhochschulen.
Insgesamt haben sich über 130.000 Studenten als Hochschulort gewählt, um es vielleicht den berühmten Vorbildern wie Ludwig Boltzmann, Sigmund Freud, Erwin Schrödinger, Konrad Lorenz uvm gleich zu tun.
Informationen zu einzelnen Studiengängen
An der TU, die erst seit 1975 Universität genannt wird - zuvor war es eine Technische Hochschule - kann man eine ganze Reihe von Diplomstudien absolvieren, unter anderen Architektur, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau und Wirtschaftsinformatik. Der Wahlspruch der Universität - und Motto der Lehre - lautet "Technik für Menschen - Wissenschaftliche Exzellenz entwickeln und umfassende Kompetenz vermitteln".
Rechtswissenschaften
In Österreich kann man Jus nach verschiedenen Studienplänen studieren. Die Entscheidung ob Wien oder Graz (oder irgendwo anders) bedeutet also mehr als nur andere Straßennamen. Das Studium ist in 3 Studienabschnitte zu 8 Semester (2+3+3) geteilt und wird mit dem "Mag. iur." abgeschlossen. Der 1. Studienabschnitt besteht aus der Studieneingangsphase mit der großen Einführungsprüfung am Ende. Erst wenn man diese erste größere Hürde geschafft hat, kann man sich mit Recht Jus - Student nennen. Der 2. Studienabschnitt umfasst dann Fächer wie Bürgerliches Recht, Handels-, Gesellschafts- und Wertpapierrecht, Arbeits- und Sozialrecht, Zivilgerichtliches Verfahren und die frei zu wählenden Wahlfächer. Im 3. Studienabschnitt schließlich liegt der Schwerpunkt auf Verfassungsrecht, Verwaltungs- und Verwaltungsverfahrensrecht, Finanzrecht, Europarecht und Völkerrecht. Prinzipiell kann man auch den 3. vor dem 2. Abschnitt absolvieren.
Wirtschaftwissenschaftliche Studienrichtungen
Es besteht die Möglichkeit zwischen mehreren Studienrichtungen zu wählen: Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft (Angewandte BWL oder Internationale BWL), Handelswissenschaften oder Wirtschaftinformatik. Je nach gewählter Variante, werden die Schwerpunkte anders gesetzt, aber immer schließt man das Studium mit dem akademischen Grad "Mag. rer. soc. oec." ab. Die meisten dieser Studienrichtungen kann man entweder auf der Hauptuniversität oder auf der Wirtschaftuniversität (WU) studieren. Die Fächer auf der WU gelten als weniger theoretisch und weniger mathematisch, darüber hinaus punktet die WU mit einer gut bestückten Bibliothek und modernen Computerräumen. Da auf der Hauptuniversität weniger Studierende sind, ist das Verhältnis zu den Professoren (die, was ihre Publikationen betrifft zur Weltspitze zählen) dafür um einiges enger und auch um einiges lockerer als auf der WU.
Geistes und Sozialwissenschaften
Die Vielfalt der Studienmöglichkeiten ist fast unbegrenzt, angefangen von den Klassikern wie Geschichte, Philosophie und Germanistik kann man über Völkerkunde, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft bis hinzu Keltologie und Orientalistik alles finden was man sich vorstellen kann. Grundsätzlich haben diese Studiengänge 2 Abschnitte zu je 4 Semestern Mindeststudiendauer. Im ersten Abschnitt werden die Grundlagen und Einführungsvorlesungen und einige Proseminar und Übungen absolviert. Im zweiten Abschnitt finden sich dann weiterführende Seminare und einige andere Kurse. Nach Abfassen einer Diplomarbeit wird man zum "Mag.phil.". Früher mussten immer 2 Studienrichtungen zu einem kompletten Studium kombiniert werden (im ersten Abschnitt waren 50% der Stunden aus der einen und 50% aus der anderen Studienrichtung zu absolvieren, im 2. Abschnitt 60% der Stunden im sog. Hauptfach und 40% der Stunden im Nebenfach), ab WS 2002 soll das anders werden. Ab diesem Zeitpunkt wird man ein Hauptfach inskribieren in dem man eine genau festgelegte Zahl von bestimmten Kursen zu absolvieren hat. 40% der Stunden des gesamten Studiums können dann aber aus jeder anderen Studienrichtung gewählt werden, wobei man sich nicht auf eine einschränken muss. Dies wird zusätzliche Freiheiten für die Zusammenstellung des Studiums bringen, von denen man lange nur träumen konnte.
Theologische Studienrichtungen
Für das Studium der Theologie bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Entweder man studiert Fachtheologie, also ein reines Theologiestudium, oder man inskribiert Selbständige Religionspädagogik, ein Theologiestudium bei dem einige Kurse durch pädagogische Kurse ersetzt werden, damit man später an Mittelschulen unterrichten kann. Man kann sich aber auch für Kombinierte Religionspädagogik entscheiden, dabei wählt man noch eine 2 Studienrichtung in der man das Lehramt macht, und kann dann beide Fächer unterrichten. Grundsätzlich kann man alle Richtungen sowohl auf der Katholischen, wie auf der Evangelisch Theologischen Fakultät belegen, man kann aber nicht gleichzeitig auf beiden Fakultäten studieren. Die Mindeststudiendauer schwankt zwischen 10 und 12 Semestern. Bemerkt werden sollte noch, dass auf der Katholischen Theologischen Fakultät die Schwerpunkte auf dem Alten Testament und der Philosophie sind, das Neue Testament kommt dagegen schon fast etwas zu kurz. Dafür finden jedes Jahr Exkursionen nach Israel zu Archäologischen Ausgrabungen statt, welche vom Wiener Institut mitbetreut werden. Voraussetzungen zu dem Studium der Theologie ist Latein und Altgriechische, im ersten Abschnitt lernt man dann noch Alt(Bibel-)hebräisch, was später durch Aramäisch ergänzt werden kann, welches aber nicht verpflichtend ist.
Medizin
Medizin ist das letzte Studium welches man nur mit dem Dr. med. und nicht mit dem Magister abschließen kann. Seit WS 2001/02 ist der neue Studienplan in Kraft (eigentlich erst in der Probephase), der einige Veränderungen mit sich gebracht hat. Statt einer Aneinanderreihung von Einzelprüfungen wird in Zukunft der Lehrstoff in Themenblöcken, wobei Theorie (Vorlesung) und Praxis (Lernen in Gruppen, Problemorientiertes Lernen und Praktika, die den Bezug zur Klinik herstellen) enger miteinander verknüpft werden sollen. Die vier Großen Gebiete (Grundlagenwissenschaften, Klinische Erfahrungen, Klinische Fertigkeiten und Klinisches Denken) werden in Zukunft schon vom ersten Semester nebeneinander unterrichtet und immer mehr vertieft, statt wie bisher einen Bereich abzuschließen und dann den nächsten zu machen. Das ganze Studium besteht aus 3 Abschnitten (2+5+5 Semester). In jedem Abschnitt werden verschiedene Blöcke zu bestimmten Themenkreisen angeboten (z.B.: im ersten Abschnitt Grundlagen aus Chemie und Physik, oder im 3. Abschnitt der Block Chirugische Fächer I & II), wobei ein Block auf den nächsten folgt. Ob man den Stoff von Kombinationen von Blöcken beherrscht, wird mit sog. Formativen Integrierten Prüfungen (FIP) gemessen, die Teilnahme ist verpflichtend, die positive Absolvierung der Prüfung aber ist aber nicht unbedingt nötig. Am Ende eines Abschnitts steht die Summative Integrierte Prüfung (SIP), die eine Gesamtprüfung des Stoffs des jeweiligen Abschnitts (und somit mehrerer FIPs) ist. Das Studium der Medizin hat 12 Semester Mindeststudiendauer, die mit dem neuen Studienplan sehr genau verplant sind. Ob er hält was er verspricht, wird sich noch zeigen.
