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Die örtliche Burschenschaft in Regensburg

Stadt- und Studieninformationen für Regensburg

Stadtbeschreibung von Regensburg


Während die Stadt Regensburg im Mittelalter als "Stadt des immerwährenden Reichstags" eine sehr wichtige Rolle spielte, stand scheinbar Jahrhunderte lang die Zeit still und Regensburg hatte kaum noch irgendeine Bedeutung. Erst seit den 80er Jahren begann sich Regensburg mit Halbleiter-, Elektronik-, Automobilindustrie und vielen anderen Industrieansiedlungen zur Wirtschaftsmetropole Bayerns zu entwickeln und bietet daher eine interessante Mischung aus Vergangenheit und Zukunft.

Während es die vor noch nicht allzu langer Zeit am Stadtrand erbauten Hitechfirmen dem Studenten ermöglichen, als Werkstudent bereits einschlägige Berufserfahrung zu sammeln, bietet die Altstadt viele gemütliche bayrische Wirtshäuser, Biergärten und seine drei Traditionsbrauerein: Kneitinger, Spitalbräu und Bischofshof. Aber auch die vielen irischen Pubs, Pizzerias und asiatische Geschäfte und Lokale sind nur schwer zu übersehen. Vor allem in den Sommermonaten ist Regensburg für seine berauschenden Feste berüchtigt!

www.regensburg.de

 

Zur Entwicklung und Struktur der Universität Regensburg

Mit der Gründung einer Universität in Regensburg ging ein jahrhundertealter Wunsch der Stadt und Ostbayerns in Erfüllung. Bereits im Jahre 1487 brachte Herzog Albrecht IV. von Bayern gemeinsam mit dem Rat der Stadt Regensburg eine Petition beim Papst ein, mit der die Gründung einer Universität zu Regensburg erwirkt werden sollte. Die Bittsteller verwiesen auf die dichte Besiedlung des Landes, seine reichen Erträge, seinen landschaftlichen Reiz und auf die Vielzahl ausgezeichneter Gasthöfe. Trafen die beiden letzten Argumente auch tatsächlich zu, so konnte der Hinweis auf die reichen Erträge allerdings kaum als realistische Darstellung der Lage von Stadt und Land gelten. Regensburg war am Ende des 15. Jahrhunderts bereits in wirtschaftlichem Niedergang begriffen; die Zeit der Blüte als bedeutende Handelsstadt lag längst in der Vergangenheit, So scheiterte das Unternehmen schließlich an den wirtschaftlichen Verhältnissen. Der Papst hatte zwar den Gründungsplänen zugestimmt, nicht aber das Schottenkloster freigegeben, das nach den Vorstellungen der Planer von der Universität bezogen werden sollte.

Erst im Laufe des Dreißigjährigen Krieges wurde der Gedanke einer Universitätsgründung wieder aktuell. Nach der Eroberung der Stadt durch die Schweden im Jahre 1633 sollte eine evangelische Universität errichtet werden, ein Gedanke, den Matthias Flacius Illyricus schon 1562 vorgebracht hatte, nicht zuletzt in der Absicht, von hier aus das Gedankengut der Reformation in die slawischen Länder hineinzutragen. Die Besetzung der Stadt durch die kaiserlichen Truppen bereitete diesen Plänen jedoch ein Ende. Erneut rückte die Errichtung einer Universität in greifbare Nähe, als die Verlegung der Universität Landshut vorbereitet wurde. Damals standen Regensburg, das 1810 zum Königreich Bayern gekommen war, und München als neue Standorte zur Wahl. König Ludwig I. entschied zugunsten Münchens.

Zur Gründung einer Universität Regensburg schien es dann in den Jahren unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg zu kommen. Trotz erfolgversprechender Ansätze mußte Regensburg aber zunächst weiter auf seine Universität warten. Dem Bemühen vieler Kräfte Ostbayerns, unter ihnen der im Jahre 1948 gegründete Regensburger Universitätsverein, war dann im Jahre 1962 der Erfolg beschieden. Durch Gesetz vom 18.07.1962 wurde vom Bayerischen Landtag beschlossen, in Regensburg eine Universität mit voll ausgebautem Forschungs- und Lehrbetrieb zu errichten. Die neue Universität sollte gleichrangig zwei Aufgaben übernehmen: Die bestehenden Universitäten entlasten und die Begabungsreserven der Region Ostbayern erschließen. Mit den ersten Vorbereitungen für die Universitätsgründung betraute die Staatsregierung einen Organisationsausschuß. Dieser legte im Juli 1963 als Ergebnis seiner Bemühungen ein Memorandum vor. Daraufhin berief die Bayerische Staatsregierung ein Kuratorium, das die weiteren Belange der nunmehr entstehenden Universität vertreten sollte. Die eigentliche Strukturplanung lag jedoch in den Händen eines im Mai 1965 berufenen Strukturbeirats unter Vorsitz von Prof. Dr. Hansjochem Autrum.

Im April 1964 nahm die Universitätsbibliothek ihre Tätigkeit auf. Am 1. Oktober 1964 wurde der erste Kanzler, Oberregierungsrat Dietmar Eberth, am 9. Oktober 1964 der Gründungsrektor, Prof. Dr. Götz Freih. v. Pölnitz, berufen. Die Grundsteinlegung für den ersten Bauteil der Universität, das sogenannte Sammelgebäude, erfolgte am 20. November 1965. Im Laufe des Jahres 1966 nahmen die ersten Berufungskommissionen ihre Tätigkeit auf. Am 5. Juni 1967 traten die vorläufige Satzung und die Wahlordnung der Universität in Kraft. In der ersten Sitzung des Großen Senats, am 9. Juli 1967, wurde Prof. Dr. Franz Mayer, der als Prorektor bereits seit dem 23. November 1965 die Amtsgeschäfte des Gründungsrektors geführt hatte, zum ersten Rektor der Universität gewählt. Die Universität eröffnete mit Beginn des Wintersemesters 1967/68 den vollen Studienbetrieb zunächst in der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowie in der Philosophischen Fakultät. Die Theologische Fakultät befand sich noch im Aufbau und bot nur einzelne Lehrveranstaltungen an. Der volle Lehrbetrieb begann in dieser Fakultät im Sommersemester 1968.

Beschreibung der Universität Regensburg

Die Universität Regensburg gehört wohl zu den jüngeren Hochschulen und bietet einen Campus der kurzen Wege, im Gegensatz zu historisch gewachsenen Universitäten, die sich meistens über die ganze Stadt und teilweise sogar noch über die Nachbargemeinden erstrecken.Die Universität Regensburg besteht aus 12 Fakultäten:

Daneben existiert die Fachhochschule Regensburg, die im Jahre 1971 gegründet wurde. Sie besteht aus den Fachbereichen Mikrosystemtechnik, Architektur, Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Elektrotechnik, Mechatronik, Informatik, Mathematik, Maschinenbau und Sozialwesen.

www.uni-regensburg.de   www.fh-regensburg.de

Informationen zu einzelnen Studiengängen

Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Informatiker (FH)
Die technischen Studiengänge bestehen alle aus 6 Theorie- und 2 Praxissemestern. Je nach Studiengang kann entweder nach dem zweiten oder dem vierten Fachsemester das Vordiplom abgelegt werden. Die beiden Praxissemester werden meistens in der Industrie oder in Forschungseinrichtungen abgeleistet. Zusätzlich sind während der Theoriesemester parallel zu den Vorlesungen noch zahlreiche Laborpraktikas zu absolvieren. Die Diplomarbeit kann entweder an der Fachhochschule oder in der Industrie erarbeitet werden.


Dipl.-Betriebswirt (FH)
Das BWL-Studium besteht aus 6 Theorie- und 2 Praxissemestern. Das Vordiplom kann nach dem vierten Fachsemester abgelegt werden. Der Fachbereich bietet außerdem noch den Studiengang EBS (Europäische Betriebswirtschaft) an. Dieser beruht auf einem gemeinsamen Studienprogramm europäischen Partnerhochschulen: Oxford Brookes University, Ecole Supérieure de Commerce de La Rochelle und der Escuelas Superiores de la C@aacute;mara de Comercio in Bilbao. Bei diesem Studiengang findet ein Großteil des Studiums im Ausland statt.


Soziale Arbeit
Das Grundstudium besteht aus drei theoretischen Studiensemestern. Das Hauptstudium ist in ein Praxisjahr (4. und 5. Semester) und drei Vorlesungssemester gegliedert. Nach einer erfolgreichen Diplomarbeit wird der akademische Grad Diplom-Sozialpädagoge (FH) verliehen.


Physik (Uni)
Der Diplomstudiengang besteht aus einem breit angelegten Grundstudium und einem modular aufgebauten Hauptstudium. Ein spezieller Mathematikkurs für Physiker und ein neu konzipierter integrierter Kurs "Quantenphysik" bieten im Grundstudium eine optimale Grundlage für das Hauptstudium. Nach 10 Semestern kann man die Uni als fertiger Diplomphysiker verlassen. In Regensburg besteht die mittlere Studiendauer aus 11,7 Semester und ist damit die kürzeste Bayerns.


Humanmedizin/Zahnmedizin (Uni)
Beide Studiengänge gliedern sich in einen vorklinischen und klinischen Abschnitt, wobei bei den Humanmedizinern der klinische Teil, infolge noch nicht voll ausgebauter Kapazitäten des Klinikums, z. T. an andere Universitäten Bayerns absolviert wird. Geplant ist aber, diesen Umstand baldmöglichst zu ändern. Das Studium der Humanmedizin erstreckt sich (gemäß bundeseinheitlicher Approbationsordnung) über mindestens zwölf Semester, davon vier vorklinische, und beinhaltet eine vorklinische Prüfung (Physikum) und drei Staatsexamina. Das Ergebnisniveau gemäß bundesweiter Examensvergleiche ist relativ hoch, wobei sicher Ursachen dafür in den eher geringeren Studentenzahlen (im Vergleich zu anderen Universitäten) und den daraus resultierenden Folgen auf Ebene des Studiums und dem recht praxisorientierten Studium im Rahmen der klinischen Ausbildung zu suchen sind.