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Die örtliche Burschenschaft in Marburg an der Lahn

Stadt- und Studieninformationen für Marburg an der Lahn

Stadtbeschreibung von Marburg an der Lahn


Durch Jahrhunderte hindurch nahezu unverändert erhebt sich die historische Häuserkulisse der Altstadt über das Lahntal. Diese Altstadt gibt Marburg das charakteristische Aussehen und beeindruckt immer wieder aufs Neue die Besucher. Die Stadt Marburg hat im Jahre 1972 das 750jährige Stadtjubiläum gefeiert, jedoch sind die Burg (das Landgrafenschloß) und die Marktsiedlung viel älter. Zwischen 1248 und 1604 war Marburg Residenz der Landgrafen von Hessen. Hier ließ 1248 Sophie von Brabant, die Tochter der Heiligen Elisabeth, sich und ihren dreijährigen Sohn Heinrich von den Marburger Bürgern huldigen und legte damit den Grundstein für das Land Hessen.

Im Jahre 1527 - in der Zeit der Reformation - gründete Landgraf Philipp der Großmütige in Marburg die erste protestantische Universität, die seitdem für die Stadt der wichtigste Wirtschaftsfaktor war und bis heute geblieben ist. Ihr verdankt Marburg seine Bedeutung, denn berühmte Professoren lehrten hier. Dazu gehörten beispielsweise der Erfinder der Dampfmaschine, Denis Papin, der Jurist Friedrich Karl von Savigny oder der Chemiker Robert Bunsen oder der Mediziner Emil von Behring.

www.marburg.de

 

Beschreibung der Philipps-Universität Marburg

Die Philipps-Universität Marburg - eine moderne Uni mit Tradition: Andere Städte haben eine Universität, Marburg ist eine Universität; dieser vielzitierte Satz, geprägt im letzten Jahrhundert, ist immer noch zutreffend. Denn in der rund 80.000 Einwohner zählenden Stadt, stellen die derzeit über 18.000 Studenten nicht nur einen ganz entscheidenden Wirtschaftsfaktor dar, sondern prägen das alltägliche Stadtbild in ganz entscheidendem Maße. Und dies eigentlich schon seit ihrer Gründung im Jahre 1527.

Die Philipps-Universität ist eine sogenannte "klassische Universität" das heißt, in den 17 Fachbereichen werden nahezu alle wissenschaftlichen Disziplinen gelehrt. Neben den derzeit stark frequentierten Disziplinen wie Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Medizinischen Wissenschaften und europäischen Fremdsprachen, sodann der Germanistik, Evangelischer Theologie, Physik, Chemie, Biologie und Mikrobiologie, sind auch die sogenannten "Orchideenfächer" vertreten: von der Ägyptologie über die Altorientalistik, Byzantinischen Kunstgeschichte, Sinologie und eine Reihe andere Fachgebiete. Gerade auch solche Disziplinen tragen dazu bei, daß sich die Philipps-Universität zu Recht eine "Universitas literarum", eine klassische Universität, nennen kann.

Die Philipps-Universität ist keine regional eingegrenzte Hochschule. Nur etwa ein Drittel der Studenten kommen aus Hessen, das Gros aus allen Teilen Deutschlands. Zudem sind zur Zeit rund 1.400 ausländische Studierende aus 80 Ländern hier eingeschrieben. Das deutet auch darauf hin, daß die Universität zahlreiche Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen pflegt, was es Marburger Studierenden entsprechend erleichtert, Studienaufenthalte an diesen Partneruniversitäten zu absolvieren. Die wissenschaftlichen Leistungen, die an der Philipps-Universität erbracht werden, können sich im Wettbewerb mit anderen Hochschulen sehr gut sehen lassen. Mit dem renommiertesten Förderpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Leibniz-Preis, mit dem diese seit 1986 herausragende wissenschaftliche Leistungen würdigt, wurden bisher fünf Marburger Wissenschaftler geehrt.

Für die Studierenden bietet die Philipps-Universität noch weitere wesentliche Vorzüge. Sie ist zum einen keine Massenuniversität und sie ist eine Universität der kurzen Wege. Verglichen mit den zahlenmäßig großen Hochschulen erleben hier die Studierenden keine hektische Betriebsamkeit und absolute Anonymität: Die Universität ist überschaubar. Die meisten Institute und Lehrgebäude liegen mehr oder weniger im Stadtkern selbst, was bedeutet, daß man alle Lehrgebäude, von der Mensa wie beispielsweise auch dem Studentendorf innerhalb von 5 bis 20 Minuten zu Fuß erreichen kann. Fazit also: Man kann in Marburg nicht nur gut und zügig studieren, sondern auch das studentisches Leben genießen.

www.uni-marburg.de

 

Informationen zu einzelnen Studiengängen



Fachbereich Rechtswissenschaften
Die Zahl der Studienanfänger bewegt sich in diesem Fachbereich - je nachdem ob Sommer- oder Wintersemester - zwischen 50 und 120 Studentinnen und Studenten. Die grundlegenden Vorlesungen werden allesamt durch begleitende Arbeitsgemeinschaften ergänzt, in denen der Vorlesungsstoff unter der Anleitung von höhersemestrigen Kommilitonen in Kleingruppen wiederholt und vertieft wird. Die Qualität der Vorlesungen ist im allgemeinen als positiv zu bewerten, jedoch sollte man teilweise darauf achten, nicht einer der in Marburg recht verbreiteten professoralen Mindermeinungen zu bestimmten juristischen Problemen herrschender Lehre aufzusitzen.


Fachbereich Geschichte
Marburg steht nach den Rankings in Focus und Spiegel für das Fach Geschichte auf Platz 1 der deutschen Universitäten. Das hat seinen Grund: Die Marburger Uni hat nicht nur erstklassige Professoren, sondern auch gute Rahmenbedingungen zum Studium der Geschichte vorzuweisen. In den Bereichen Alte Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Neuere Geschichte glänzen Marburger Professoren mit sachkundigen Veröffentlichungen. Gute Kontakte zu ausländischen Universitäten und Lehraufträge Marburger Professoren im Ausland und umgekehrt schaffen nicht nur internationales Flair, sondern lassen Marburg im Kontakt mit der weltweiten Forschung bleiben. Dem Studierenden werden darüber hinaus unkompliziert Möglichkeiten geboten, in benachbarte Fächer hineinzuschauen: Historische Hilfswissenschaften, Mittellatein, Klassische Philologie, Klassische Archäologie, Vor- und Frühgeschichte sowie Philosophie und Theologie bieten die Möglichkeit zum umfassenden geisteswissenschaftlichen "studium generale".


Fachbereich Evangelische Theologie
Die Marburger Universität steht als weltweit erste protestantische Universität natürlich in einer besonderen theologischen Tradition. Dementsprechend gilt die evangelische Theologie in Marburg nach wie vor deutschlandweit als eine der "ersten Adressen". Besonders in den Fächern Altes Testament, Kirchengeschichte und Systematische Theologie lehren namhafte Professoren. Die (noch) gut ausgestattete Bibliothek liegt wie die übrige Fakultät in den malerischen Räumen des ehemaligen Dominikanerklosters - der "Alten Universität". Viele Zusatzangebote, die an anderen Universitäten längst dem Rotstift zum Opfer gefallen sind, runden das Lehrangebot ab: so gibt es am Fachbereich eigene Lehrstühle für Sozialethik, Ostkirchenkunde, christliche Archäologie und kirchliche Kunst der Gegenwart.


Fachbereich Physik
Wieso Physik studieren? Physiker haben heute mit die besten Berufsaussichten, die Hochschulabsolventen überhaupt haben können; und mehr denn je braucht unsere moderne Gesellschaft Modellansätze, um Probleme zu analysieren und Lösungen zu finden! Die Physik ist die Basiswissenschaft für alle anderen Naturwissenschaften. Aus diesem Grund strahlt die Physik an sich schon eine Faszination aus, die unter den Naturwissenschaften seines Gleichen sucht. Die Physik ist die Wissenschaft, die versucht die Welt und deren Phänomene, die wir zum einem tagtäglich erfahren, aber auch diese, welche erst durch die Bemühungen der Physikerinnen zum Vorschein treten, zu erklären. Die Methoden, die dabei entwickelt werden, um komplexe Problemstellungen zu bewältigen, können zumeist universell eingesetzt werden. Dieser Aspekt aber auch schon die Vielfalt an Arbeitsgebieten innerhalb der Physik, eröffnen einen als Physikstudentin eine Vielzahl an interessanten Arbeitsmöglichkeiten. Die universelle Ausbildung, die man als Physikerin erhält, ist in unserer modernen Gesellschaft mehr denn je gefragt.


Fachbereich Geographie
Die Studiengänge der Geographie können als Hauptfach oder als Nebenfach studiert werden. Für Hauptfachstudierende sind die Abschlüsse "Bachelor/ Master", "Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien" (L3) und "Magister/Magistra Artium" möglich. Alle Studiengänge unterteilen sich in ein viersemestriges Grundstudium, einem ebenfalls viersemestrigen Hauptstudium und einem weiteren Semester für die Durchführung der Prüfungen. Nach dem Grundstudium wird eine mündliche Prüfung abgeleistet (Vordiplom) die zum Besuch des Hauptstudiums berechtigt. Durchgängig beinhaltet das Studium diverse Geländepraktika und Exkursionen. Im Diplomstudiengang kann Geographie mit einem weiteren Hauptfach oder mit zwei Nebenfächern studiert werden. Nach dem Vordiplom spezialisiert man sich entweder in die kultur- oder physisch-geographische Richtung. Zusätzlich zu den Geländepraktika ist im Hauptstudium ein mind. dreimonatiges außeruniversitäres Praktikum abzuleisten.


Fachbereich Pharmazie
Im Fachbereich Pharmazie an der Philipps-Universität Marburg kann Pharmazie mit dem Abschluß der Approbation zum Apotheker studiert werden. Als weitergehende Qualifikation ist die Promotion zum Dr. rer. nat. möglich. Die Prüfungsordnung sieht eine Mindeststudiendauer von acht Semestern vor, die durchschnittliche Regelstudienzeit liegt jedoch ein bis zwei Studienhalbjahre höher. Nach dem 4. Fachsemester absolviert man das 1. Staatsexamen in den Fächern Allgemeine Chemie, Analytische Chemie, Biologie und Physik in Form eines MC-Tests, nach dem 8. Fachsemester erfolgt das 2. Staatsexamen als mündliche Prüfung in den Fächern Chemie, Biologie, Technologie und Pharmakologie. Während des Grundstudiums absolviert man eine achtwöchige Famulatur in einer öffentlichen Apotheke, an das 2. Staatsexamen schließt sich ein praktisches Jahr an, welches vom 3. Staatsexamen beendet wird. Die Erstsemesterstudienplätze werden über die ZVS vergeben.


Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg kann Volkswirtschaftlehre mit dem Abschluß Bachelor/ Master of Economics und Betriebswirtschaftlehre mit dem Abschluß Bachelor/ Master of Science studiert werden. Als weitergehende Qualifikation ist die Promotion zu Dr. rer. pol. möglich. Die Prüfungsordnung sieht für beide Studiengänge ein Bachelor-Studium von ca. sieben Semestern vor. Gute Sprachkenntnisse in neueren Fremdsprachen sind von Vorteil. Außerdem ist ein Pflichtpraktikum zu absolvieren. Beide Studiengänge sind zulassungsbeschränkt, d.h. Studienplatzvergabe über die ZVS.


Fachbereich Humanmedizin
Das Studium der Humanmedizin dauert mindestens 12 Semester, wobei die ersten vier "vorklinische Semester" sind. Hier wird Grundwissen vermittelt, was hauptsächlich den gesunden Menschen darstellt. Nach diesen vorklinischen Semestern kommt die erste große Hürde: Das berüchtigte Physikum, der erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Diese Prüfung besteht aus einem schriftlichen Teil (Multiple Choice) und einem mündlichen Teil. Es soll hier das Wissen, was in der Vorklinik erworben wurde, überprüft werden. Nach dem Physikum beginnt der "klinische" Teil des Studiums.
Hier wird man in acht Semestern zum zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung herangeführt, dem sogenannten „Hammerexamen“. Seit August 2004 wurden die ersten und zweiten Examina des klinischen Teils zusammengelegt. Bestandteil des zweiten Studienabschnittes und Voraussetzung zur Prüfungszulassung ist eine insgesamt 4-monatige Famulatur, wie auch eine abschliesende 48-wöchige zusammenhängende praktische Ausbildung, dem praktischen Jahr. Mit der dann erhaltenen Approbation beginnt man in den jeweiligen Kliniken seine Facharztausbildung, die je nach Fachgebiet nochmal vier bis acht Jahre dauern kann.
Was Marburg zu einem lukrativen Ausbildungsort für Mediziner werden läßt, ist das seit 2007 neueröffnete erste deutsche BSL 4-Labor (Biologischer Sicherheitslevel 4). Dort sollen gefährliche Viren wie zum Beispiel die Erreger von Ebola, SARS oder Vogelgrippe und deren Varianten erforscht werden, um neue Diagnosemethoden, Impfstoffe und Therapien zu entwickeln. Vergleichbare Einrichtungen gibt es gegenwärtig in Europa nur in Lyon und Stockholm.
Außerdem soll 2010 ein Partikel-Therapie-Zentrum in Marburg seine Arbeit aufnehmen, was in dieser Art das weltweit dritte klinische Zentrum zur Behandlung von Tumoren sein wird.

Fachbereich Zahnmedizin
Das Studienfach Zahnmedizin gehört zwar formal zum Fachbereich Humanmedizin (HM), ist aber eigentlich ein eigenständiger Bereich: Vorlesungen und Praktika ähneln denen der HM, es müssen allerdings teilweise andere Kurse, v.a. zahntechnische Praktika, besucht werden. Die Anwesenheit ist bei allen Kursen Pflicht, was ein sehr verschulten Stundenplan zur Folge hat. 8 Stunde täglich sind keine Seltenheit. Insgesamt ist das Studium relativ stressig und man ist immer auf der Suche nach Patienten, wenn man nach dem vorklinischen Abschnitt (bis zum 5. Sem.) das Physikum erfolgreich bestanden hat und sich nun im klinischen Abschnitt des Studienfaches ZM befindet (6.-10. Sem.). Es schließt sich im 11. Sem. das Staatsexamen an. Die Regelstudienzeit beträgt demnach ca. 11-12 Semester. (Ca. 1/3 der Studenten macht das Examen verspätet!). Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt über die ZVS (NC) und es stehen nur begrenzt Labor-/Behandlungsplätze zur Verfügung: in Marburg derzeit ca. 22. Insgesamt betrachtet sind das 1. vorklinische und das 1. klinische Sem. relativ teuer (jeweils ca. 1500,- DM), wobei das Physikum mit umgerechnet 500,- DM zu Buche schlägt. Mit anderen Unis verglichen, hat man allerdings den Vorteil, daß einige Materialien (v.a. Winkel- und Handstücke) gestellt werden. Fazit: Der Ruf der Marburger Zahnklinik ist gut, man muß sich allerdings durch viele anstrengenden Kurse (z.B. Chirurgie) plagen. Dafür hat man den Vorteil, daß auf ca. 7-8 Studenten ein Assistent kommt.