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Stadt- und Studieninformationen für Leoben

Stadtbeschreibung von Leoben


Leoben ist lebenswert - Welche Wünsche haben Studentinnen und Studenten an die Stadt Leoben, außerhalb ihrer in der "Alma Mater Leobensis" verbrachten Zeit? Welche Unterhaltungs- und Freizeitangebote bietet die zweitgrößte Stadt der Obersteiermark? Leobens Stadtväter haben besonders im letzten Jahrzehnt Rahmenbedingungen und Aktivitäten geschaffen, die Leoben besonders lebenswert erscheinen lassen.

Das gepflegte Stadtbild mit der wunderschönen Kulisse alter Bürgerhäuser kann beeindrucken. Der von den Autos befreite Hauptplatz wurde zum "Wohnzimmer" der Stadt. Hier trifft man einander in einem der vielen Schanigärten oder in zahlreichen gemütlichen Lokalen. Am Programm stehen viele Veranstaltungen: von Freiluft-Konzerten (Elton John, Eros Ramazotti) über Klassiker (Pannonische Philharmonie, Steirisches Jugendorchester) bis zum Antiquitäten-Flohmarkt oder studentischen Festen, wie die Philistrierungsfeiern der Absolventen oder dem jährlichen Bierauszug. "In Leoben ist immer etwas los", tönt es daher zu recht nicht von sich selbst lobenden Politikern, sondern von vielen Gästen, die vom Angebot in der Kultur- und Universitätsstadt beeindruckt sind.

Im Kulturprogramm der Stadt Leoben gibt es neben vielen privaten Aktivitäten unter dem Markennamen "Szene Leoben" ein auf ein junges Publikum abgestimmtes Programm. Konzerte mit u.a. Georg Danzer, Kurt Ostbahn und seiner Kombo, oder Kabarett mit Roland Düringer oder Josef Hader werden für Studenten zu einem überaus moderatem Preis angeboten. Über Kultur und Sport hinaus kann die Stadt Leoben ebenso wie die Montanuniversität mit ihrer freundlichen und familiären Atmosphäre punkten. Leoben versteht sich als moderne Alternative zur Großstadthektik, mit Tradition und Zukunft, denn auf aktuelle Trends und Bedürfnisse haben die Montanstädter ihre zukünftige Entwicklung abgestimmt.

www.leoben.at

 

Beschreibung der Montanuniversität Leoben

Die Montanuniversität Leoben ist Österreichs einzige Hochschule für Berg- und Hüttenwesen.

Zu ihren Besonderheiten zählen die interdisziplinär verwobenen Studienrichtungen und der starke innere Zusammenhalt, was auch eine Folge ihrer überschaubaren Größe und der alten Knappen-Traditionen ist.

Die Montanuniversität wurde am 4. November 1840 von Erzherzog Johann in Vordernberg als „Steiermärkisch-Ständische Montanlehranstalt“ gegründet. Bereits im Jahre 1849 wurde der Sitz der Universität in das größere Leoben verlegt. 1904 erfolgte die Umbenennung in „Montanistische Hochschule“ und 1906 die Verleihung des Promotionsrechts - womit sie den technischen Hochschulen gleichgestellt war. Ab 1955 wurden die traditionellen Studienrichtungen Bergwesen und Hüttenwesen durch weitere Fachgebiete ergänzt. 1975 erfolgte auf Basis des Universitätsorganisationsgesetzes die Umbenennung in „Montanuniversität Leoben“.

Heute ist die Montanuniversität Leoben eine weltbekannte – weil weltweit einzigartige – Universität mit ausgezeichnetem Ruhm. Innerhalb Österreichs ist sie die zweitkleinste Universität, liegt jedoch bei den Beliebtheitsumfragen immer um Längen voraus. Das liegt wohl unter anderem daran, dass sie ein so gutes Professoren-zu-Studenten-Verhältnis aufweist. Im „Leobner Geist“ vereint, vergisst ein Leobner Absolvent seiner alten Universität nicht und bleibt ihr ein Leben lang treu. Vermutlich deswegen ist es so einfach, Kontakte zur Industrie zu knüpfen und auszubauen – wo man einen Leobner trifft, trifft man einen Vertrauten.

Aufgrund ihrer überschaubaren Größe und der Traditionsverbundenheit des Berg- und Hüttenwesens ist die Montanuniversität nach wie vor ein starker Boden für Korporationen. Die Leobner Verbindungen gehen wöchentlich in Couleur auf die Universität und treffen sich dort beim „Portale“ zum Briefwechsel. Somit fehlt den Leobnern das sonst übliche Misstrauen zum Couleurwesen völlig.

An der Montanuniversität Leoben werden folgende Diplomstudienrichtungen angeboten:

1. Bergwesen (Bakkalaureats - Magisterstudium) 

Absolventen des Bakkalaureatsstudiums Rohstoffingenieurwesen weisen eine vielseitige technische Ausbildung auf. Sie sind einerseits bereits bestens befähigt für die Übernahme von Leitungsfunktionen in kleinem bis mittelgroßen Betrieben der Rohstoffindustrie, sowie für Aufgaben des Tunnelbaues in Planung und Baudurchführung und weisen andererseits eine allgemeine technische Grundlagenausbildung auf, die die Basis für eine weitere akademische Ausbildung in einem Magisterstudium bis zum Diplomingenieur darstellt. 
 
Auf dem Bakkalaureatsstudium Rohstoffingenieurwesen aufbauend kann dann in den beiden 3-semestrigen Magisterstudien Rohstoffgewinnung und Tunnelbau oder Rohstoffverarbeitung mit einer Reihe von verschiedenen wählbaren Ausbildungsschwerpunkten weiterstudiert werden.

2. Metallurgie (Bakkalaureats - Magisterstudium) 
Die Tätigkeiten von Absolventen des Studiums der Metallurgie besteht vor allem in der Führung von Betrieben der Metallgewinnung und -verarbeitung, in Beratung über den zweckmäßigen Werkstoffeinsatz und der Fertigungstechniken, im technischen Verkauf, in Forschung und Entwicklung für neue Verfahren, Werkstoffe und Produkte in der Planung, Projektierung und der Abwicklung des Baues von metallurgischen Produktionsanlagen.


3. Petroleum Engineering (Bakkalaureats - Magisterstudium) 
Das Fach "Petroleum Engineering" (Erdölwesen) umfasst die Erschließung sowie Ausbeutung von Petroleum-Lagerstätten und technischen Universalismus voraus. Denn die Systeme der Lagerstätten sind unzugänglich und heterogen in ihrer Natur. Die physikalischen und chemischen Prozesse, die während der Förderung unter Tage ablaufen, sind überaus kompliziert. Proben für Untersuchungen über Tage können auch unter den besten Bedingungen nur in begrenzter Zahl entnommen werden. Deshalb werden Informationen über eine Lagerstätte oft ausschließlich über indirekte Messungen gewonnen, was deren Aussagekraft zweifelhaft machen kann. So kann die Entscheidung für das jeweils wahrscheinlichste Lagerstätten-Szenario nur getroffen werden auf der Basis einer Analyse von Felddaten durch eine die Fächer übergreifende Arbeitsgruppe. Das Studium bereitet auf die Mitwirkung in solchen multidisziplinären Arbeitsgruppen vor. 

4. Montanmaschinenwesen 
Montanmaschinenwesen ist ein technisches Studium, in welchem den Studierenden Fähigkeiten auf den Gebieten der Forschung und Entwicklung, der Bauteilauslegung und -optimierung sowie der Automatisierung von Maschinen und Anlagen vermittelt werden. Zusätzliche Kenntnisse bestehen im Bereich der metallischen Werkstoffe, der Kunststoffe und in der Maschinenauslegung. Die Absolventen sind ganzheitlich denkende Ingenieure, die mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien vertraut und in der Lage sind, ihr methodisches Wissen in die betriebliche Realität umzusetzen.

 
5. Angewandte Geowissenschaften (Bakkalaureats - Magisterstudium) 
Das Bakkalaureatsstudium "Angewandte Geowissenschaften" an der Montanuniversität Leoben dient der wissenschaftlichen Berufsvorbereitung und der Qualifizierung für berufliche Tätigkeiten, welche die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden erfordern. Das auf diesem Bakkalaureatsstudium aufbauende Magisterstudium "Angewandte Geowissenschaften" dient der Vertiefung und Ergänzung der wissenschaftlichen Vorbildung. Beide Studien dienen darüber hinaus dem Transfer neuer wissenschaftlicher Kenntnisse und Methoden in der Arbeitswelt. Tätigkeitsfeld für Angewandte Geowissenschafter ist breit gestreut. Es umfasst unter anderem die Suche, Erschließung und Beurteilung von Rohstoffen und Lagerstätten (Erze, Industrieminerale, Baurohstoffe, Kohle, Erdöl / Erdgas), Grundwassererkundung und -schutz, Bodenschutz, Vorhersage von geologisch bedingten Naturkatastrophen, Suche und Bewertung von Deponiestandorten, Altlastenerkundung und -sanierung, geotechnische Projektierung und Betreuung von Bauvorhaben und Konsulententätigkeit als Zivilingenieur. 
 
6. Kunststofftechnik (Bakkalaureats - Magisterstudium) 
Der an unserer Universität ausgebildete Diplomingenieur für Kunststofftechnik wird nicht für die Aufgabe vorbereitet, neue Kunststoffe zu entwickeln oder zu erfinden; diese Tätigkeit wird stets eine Aufgabe des Chemikers bleiben. Vielmehr wird er dazu ausgebildet, alle in Frage kommenden Sparten der Anwendung, Verarbeitung, Bearbeitung und Prüfung der Kunststoffe sowie das Gebiet der Verbundwerkstoffe zu beherrschen und später im Beruf zu betreuen. 
 
7. Werkstoffwissenschaften  
Die Einsatzgebiete eines Werkstoffingenieurs sind außerordentlich vielfach und umfangreich. Die große Zahl der heutigen Werkstoffe mit oft außergewöhnlichen Eigenschaftsprofilen ergeben in Verbindung mit besonderen Verarbeitungsverfahren viele Alternativen bei der Lösung technischer Probleme, die den Einsatz eines Werkstoffingenieurs erfordern. Weiters müssen Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren, deren Durchführbarkeit und Wirtschaftlichkeit schon bei der Werkstoffauswahl berücksichtigt werden. Neben der Grundlagenforschung wird sich also der Werkstoffingenieur mit der Entwicklung von Werkstoffen und Werkstoffkombinationen mit verbesserten mechanisch-physikalisch-<wbr></wbr>chemischen Eigenschaften befassen.

 
8. Industrieller Umweltschutz, Entsorgungstechnik und Recycling (Bakkalaureats - Magisterstudium) 
Die Entwicklung der jüngeren Vergangenheit hat gezeigt, dass das Interesse an Absolventen mit fundierten technisch/naturwissenschaftlichen Grundlagenkenntnissen und der Fähigkeit bereichsübergreifende Zusammenhänge zu erkennen und darauf aufbauend integrative Problemlösungen herbeizuführen, stark ansteigend ist. Die interdisziplinäre und bereichsübergreifende Ausbildung ermöglicht, dass sich die Absolventen in Unternehmen unterschiedlichster Branchen wie z.B. Umwelttechnik, Versorgungstechnik, Energiewirtschaft, Consulting etc. als auch in Behörden und wissenschaftlichen Institutionen wiederfinden. Ihre Mitarbeit, ihr Rat und ihr sachverständiges Urteil werden in allen Fragen des technischen Umweltschutzes gefordert sein. 
 
9. Industrielogistik (Bakkalaureats - Magisterstudium) 
Das Bakkalaureatsstudium "Industrielogistik" ist darauf ausgerichtet, die Studierenden auf die von einem Logistiker erwarteten und geforderten Kernkompetenzen im Bereich der Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz vorzubereiten.



www.UniLeoben.ac.at