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Die örtliche Burschenschaft in Lemgo

Stadt- und Studieninformationen für Lemgo

Stadtbeschreibung von Lemgo


Eine Urkunde von 1149 nennt zwei Häuser in Limego als Besitz des Benediktiner-Nonnenklosters Willebadessen, doch ist von städtischen Rechten noch nicht die Rede. Die älteste im Stadtarchiv Lemgo aufbewahrte Urkunde stammt erst aus dem Jahre 1245. Bernhard III., Edelherr zur Lippe, bestätigte darin der Stadt Lemgo die ihr von seinem Vater und Großvater verliehenen Rechte und städtischen Privilegien. Man hat daraus geschlossen, daß der Großvater Bernhards III., Bernhard II., Lemgo 1190 gegründet hat.

In Lemgo hat der Handel Tradition. Bereits 1295 trat Lemgo der Hanse bei. Die Hansebürger knüpften Fernhandelsbeziehungen nach Flandern, England und in den Ostraum. Heute bestimmen die weltweit operierenden Unternehmen der Dental-Industrie, der Leuchten-Produktion, des Maschinenbaus, der Holzproduktion, der Automobil-Zulieferer-Industrie sowie ein guter Branchenmix den namhaften Industrie- und Gewerbestandort. Eine gute Infrastruktur mit sämtlichen Schulsystemen, der Fachhochschule Lippe, mit Volkshochschule und Musikschule rundet das Bild ab.

Überwiegend im 16. Jahrhundert bauten die wohlhabenden Bürger der Stadt die prächtigen Häuser im Stil der Weserrenaissance, die heute noch in Verbindung mit dem historischen Rathaus und der Nicolaikirche der Stadt ihre unverwechselbare Gestalt geben. Die liebevoll restaurierte Altstadt mit ihren über 200 Baudenkmälern - von der Gotik bis zum Klassizismus - lädt nicht nur zu einem Einkaufsbummel ein, sondern bietet auch eine reizvolle Kulisse für zahlreiche Veranstaltungen und Feste. Wer einen Einblick in die Geschichte und das Leben vergangener Jahrhunderte erhalten möchte, dem sei ein Besuch in dem Museum für Stadtgeschichte im Hexenbürgermeisterhaus oder im Weserrenaissance-Museum Schloß Brake empfohlen.

Neben der lebendigen Vergangenheit ist auch die kulturelle Gegenwart durchaus präsent. Kunstausstellungen in der städtischen Galerie 'Haus Eichenmüller' und der 'Alten Abtei' zeigen dies ebenso, wie das Stipendium 'Junge Kunst', das seit 1988 von der Stadt Lemgo zur Förderung junger Künstler vergeben wird. Sportlich ist Lemgo im Handball Spitze, holte doch die Mannschaft des TBV Lemgo 1997 den DHB-Pokal und die Deutsche Meisterschaft. Aber auch Kunstradfahren und Radball gehört zu den sportlichen Glanzlichtern der Alten Hansestadt, die zahlreichen Siege bei deutschen und internationalen Meisterschaften zeugen davon.

Als größter Sohn Lemgos gilt der Naturforscher Engelbert Kaempfer (1651-1716), der Rußland, Persien, Indien, Java und Japan bereiste. in Japan genießt er noch heute ein hohes Ansehen und große Verehrung, gilt er doch als der erste europäische Japanforscher. Das Engelbert-Kaempfer-Zimmer im städtischen Museum Hexenbürgermeisterhaus erinnert an seine Forschungsreisen. Der Kreis Lippe liegt zwischen dem Teutoburger Wald und der Weser, ist 1.250 qkm groß und hat rund 330.000 Einwohner. Bekannt sind Lippe und die umliegenden Landkreise als Gesundheits-, Sport- und Freizeitregion.

www.lemgo.de   www.lippe.de

 

Beschreibung der FH Lippe

Die Fachhochschule (FH) Lippe, 1971 gegründet, ist in Lemgo und in Detmold zu Hause. Rund 4.000 Studierende sind vornehmlich in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen eingeschrieben. 135 Professorinnen und Professoren sowie rund 100 Mitarbeitende in Lehre und Forschung stehen für eine moderne, kompetente und partnerschaftliche Ausbildung. Die FH Lippe unterhält ausgezeichnete Kontakte zur Wirtschaft und Industrie vor Ort. Modernste Hörsäle und Labors. In apparativ bestens ausgestatteten Laboratorien wird konzentriert berufsvorbereitend gelehrt (Studiendauer: 7 Semester). Im Rahmen der kooperativen Ingenieurausbildung (duale Ausbildung) gibt es an der FH Lippe spezielle Studiengänge, deren Studierende zugleich in einem Partnerunternehmen eine Lehre absolvieren und nach viereinhalb Jahren mit dem Diplom und dem Gesellenbrief in den Beruf starten.

Die FH Lippe aktualisiert fortwährend ihr Ausbildungsprofil in Kommunikation mit ihren Partnern aus Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft. Die Studieninhalte und -abschlüsse (Dipl.-Ing., Bachelor) sind zugeschnitten auf den Arbeitsmarkt für künftige Ingenieure in verantwortlicher Position, vor allem in der mittelständischen Industrie, aber auch im öffentlichen Dienst oder als Selbstständige. Die FH Lippe ist eine regionsbezogene Hochschule mit gut ausgebauten internationalen Kontakten. Zu ihren Partnern im In- und Ausland zählen renommierte Großunternehmen ebenso wie innovative Mittelständler und kreative Selbstständige. Ausgewählte Hochschulen in Europa und Übersee haben mit der Lippischen Hochschule Kooperationen im Lehrbereich und beim Professorenaustausch vereinbart.

Die FH Lippe versteht sich als Hochschule für Technik und Wirtschaft. Sie bereitet, was immer wieder betont werden muß, konkret auf den Beruf vor. Dabei kommen neben den technisch-naturwissenschaftlichen Grund- und Spezialkenntnissen auch betriebswirtschaftliches Rüstzeug, Sprachkompetenz und künstlerisch-gestalterische Elemente nicht zu kurz. Das besondere Markenzeichen, mit der die größte Hochschuleinrichtung im idyllischen Lipperland auf sich aufmerksam macht, ist die partnerschaftliche akademische Qualifizierung von jungen Menschen durch berufserfahrene, hoch motivierte Lehrende. Im Gegensatz zum hektischen Studienalltag einer anonymen Massenuniversität bietet die FH Lippe sämtliche Vorzüge einer überschaubaren Hochschule, wo der Erfolg der Ausbildung wesentlich bestimmt wird durch die individuelle Förderung jedes einzelnen Studierenden.

www.fh-lippe.de

 

Informationen zu einzelnen Studiengängen



Elektrotechnik
Der Fachbereich "Elektrotechnik und Informationstechnik" bietet den Studiengang "Elektrotechnik" an, in dem intensive Kenntnisse aus der Informationstechnik (IT) vermittelt werden. Nach einem Grundstudium von drei Semestern entscheiden sich die Studierenden im Hauptstudium (drei Semester) für die Richtung "Nachrichten-/Kommunikationstechnik" oder "Automatisierungstechnik". Die erstgenannte qualifiziert für eine Berufstätigkeit in Telekommunikation, Netzwerkbetrieb und Multimedia-Technik, die zweite für die elektronische Automatisierung von Geräten, Industrieanlagen und Antriebssystemen. Anschließend fertigen sie ihre Diplomarbeit an, häufig in Industrieunternehmen, auch in kooperierenden ausländischen Partnerhochschulen.


Architektur
Das Architekturstudium in Detmold wird als ganzheitlich umfassendes Studium verstanden, das auf die gesellschaftlich verantwortungsvolle Aufgabe der Gestaltung unseres Lebensraumes vorbereitet. Einige Besonderheiten: das Ökologische Bauen, die Altbauerneuerung und Denkmalpflege und der Städtebau. Vom Studierenden wird Engagement und Hingabe für die Architektur, Neugier sowie "Spiel- und Kommunikationsfähigkeit" erwartet.


Holztechnik
Ziel des Studiengangs Holztechnik ist es, einen gleichermaßen gut auf die allgemeinen technischen und organisatorischen Betriebsbelange vorbereiteten Ingenieur auszubilden, der zudem vertiefte werkstoff- und fertigungstechnische Kenntnisse über Holz- und Holzwerkstoffe hat. Ausgebildet werden Ingenieure für die gehobene Führungsebene, die technologisch hochwertige Anlagen mit viel Personal, großen Datenmengen und komplexen Planungsabläufen betreiben können.


Lebensmitteltechnologie
Die Lebensmitteltechnologie ist in drei Studienrichtungen unterteilt: Technologie der Lebensmittel (Schwerpunkte Bio-, Fleisch-, Getränke-, Getreidetechnologie), Technologie der Kosmetika & Waschmittel und Pharmatechnik. Die FH Lippe ist die einzige NRW-Fachhochschule mit diesem Studiengang. Das praxisorientierte Studium soll die Absolventen befähigen, Planung, Organisation und Durchführung komplexer Handlungsabläufe in Industrie und Handwerk und deren Zulieferern auszuführen.


Maschinenbau
Der Maschinenbau ist in die Studienrichtungen Konstruktionstechnik (Schwerpunkte Fördertechnik und Kraft- & Arbeitsmaschinen) und Energietechnik & Betriebsökologie gegliedert. Die Studierenden erlernen neben dem technisch-konstruktiven Rüstzeug auch das Projektieren, Planen, Organisieren, Verkaufen und umweltorientiertes Denken. Es bestehen vielfältige Möglichkeiten, das Studium nach eigenen Berufswünschen und Neigungen zu gestalten.

Weitere Studiengänge: