Suche & Recherche

erweiterte Suche  
HannoverHochschulorteInnsbruck

Die örtliche Burschenschaft in Heidelberg

Stadt- und Studieninformationen für Heidelberg

Stadtbeschreibung von Heidelberg

Wer hat nicht sein Herz in Heidelberg verloren? Hinter dem unbestrittenen romantischen Stadtbild verbirgt sich eine außerordentlich lange und lebhafte Geschichte: Der Unterkiefer des HOMO HEIDELBERGENSIS, der etwa 1/2 Million Jahre alt ist, wurde 1907 in der Nähe von Heidelberg gefunden. In der Zeit von 800 bis 450 v. Chr. siedelten sich die Kelten und Gallier an. Eine ihrer Ringwallanlagen ist auf dem Heiligenberg erhalten. Die Römer zogen ihren LIMES an Heidelberg vorbei. Im 3. Jahrhundert erhielten die Alemannen Einzug in die Stadt. Ihre zu besichtigenden Gräber aus dem 4. Jahrhundert zeugen von einer großen Kultur. Im 12. Jahrhundert beginnt Heidelberg eine Stadt zu werden. 1386 wird die älteste Universität Deutschlands, die "Ruperta Carola" gegründet. Es folgen Reformation unter Ottheinrich, Luthertum unter Ludwig VI., ein ausschweifendes Wesen unter Friedrich IV., Clemens Brentano, Achim von Arnim, Joseph von Eichendorf, Karl Maria von Weber und viele mehr.

Da auch die Amerikaner sich von Heidelberg verzaubern ließen, ist die Stadt auch im zweiten Weltkrieg nicht zerstört worden. All ihr Charme ist ihr über die Jahrhunderte erhalten geblieben. Man muß diese Stadt kennenlernen. Ein erhebendes Gefühl schleicht sich in das eigene Gemüt, wenn man an einem Ort der Welt nach dem eigenen Studienort gefragt wird und das Gegenüber einem mit großen strahlenden aber auch beneidenden Blicken ansieht, denn mit seiner landschaftlichen Schönheit, dem harmonischen Ensemble von Schloß, Altstadt und Fluß inmitten der Berge gilt Heidelberg als eine der schönsten Städte Deutschlands und ist eine traditionelle Studentenstadt.

Beschreibung der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg

Die Gründung der Heidelberger Universität 1386 stand unter dem Geist der Einheit der Kirche und der Einheit des Kaisertums. Am Tag des Apostels Lukas am 18. Oktober 1386 fand die Eröffnung des Studium Generale in der Kirche zum Heiligen Geist mit einer feierlichen Messe statt. Dies geschah zur Ehre Gottes und der Erleuchtung der Kirche in Gegenwart aller Scholaren, die sich bis dahin schon eingefunden hatten. Am nächsten Tag begannen die Vorlesungen und dauern bis zum heutigen Tage fort.

Als klassische Universität der Geisteswissenschaften hat die "Ruperta Carola" heute eine der größten Fakultätenansammlungen Deutschlands: Theologie, Rechtswissenschaft, Medizin, Philosophie, Geschichte, Orientalistik und Altertumswissenschaft, Neuphilologie, Wirtschaftswissenschaften, Sozial- und Verhaltenswissenschaft, Mathematik und Informatik, Chemie, Pharmazie, Physik und Astronomie, Biologie, Geowissenschaften.

Als wissenschaftliche Einrichtungen unterhält die Universität ein Biochemiezentrum, ein Interdisziplinäres Zentrum für wissenschaftliches Rechnen, Südasien-Institut und ein Zentrum für Molekulare Biologie. An die Universität Heidelberg ist weiter angeschlossen das Deutsche Krebsforschungszentrum und verschiedene Max Planck Institute.
2007 wurde im Zuge des Exzellenzwettbewerbs der Bundesregierung die Universität Heidelberg zur "Elite-Universität" gekürt und erhielt Mittel zum Aufbau von zwei Exzellenzclustern sowie drei Graduiertenschulen.

Informationen zu einzelnen Studiengängen

Wirtschaftswissenschaften
Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg bietet den Studiengang Politische Ökonomik mit dem Abschluss Bachelor of Science. Der Studiengang ist interdisziplinär ausgelegt und stark mit den Nachbardisziplinen Soziologie und Politische Wissenschaft verknüpft. Als weitergehende Qualifikation ist die Promotion (Dr.rer.pol.) möglich. Die Volkswirtschaftslehre zählt zu den Sozialwissenschaften. Sie hat ihren Ursprung in der Moralphilosophie der Aufklärung des 18. Jahrhunderts. Diese beschäftigte sich mit den Gründen für Reichtum und Armut, niedrigen und hohen Preisen und Löhnen sowie mit der Frage nach der Entstehung von materiellem Wohlstand in einem Volk. Anknüpfend an diese Fragen steht in der modernen Volkswirtschaftslehre die Funktionsweise von Wirtschaftssystemen im Mittelpunkt, welche die Vielzahl individueller wirtschaftlicher Handlungen koordinieren.
Volkswirtschaftlicher Analysen verfolgen das Ziel zu beschreiben und zu erklären, wie Volkswirtschaften und deren Teile sich entwickeln und die normativen Fragen zu beantworten, wie sie sich tatsächlich entwickeln sollten. Seit 1998 besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Fakultät für Volkswirtschaftslehre der Universität Mannheim, die es Studierenden wechselseitig ermöglicht, das Studienangebot beider Fakultäten im Wahlbereich zu nutzen und die entsprechenden Teile des Examens an der Partnerfakultät abzulegen. Zwei Universitäten ohne Studienplatzwechsel - Eine wirklich tolle Chance und gut für den Lebenslauf!

 

Rechtswissenschaften
Für den Studiengang Rechtswissenschaft ist eine Mindeststudienzeit von sieben, eine Regelstudienzeit von neun Semestern festgelegt. Die tatsächliche Studiendauer liegt im Durchschnitt bei ca. elf Semestern. Das Studium wird abgeschlossen mit der ersten juristischen Staatsprüfung (drei Bürgerliches Recht, zwei Strafrecht, zwei Öffentliches Recht) Die mündliche Prüfung umfasst noch das Wahlpflichtfach. Als weitergehende Qualifikation ist die Promotion zum Dr. jur. möglich. Die Annahme als Doktorand setzt in der Regel ein Prädikatsexamen voraus. Die Erstsemesterstudienplätze werden von der Universität Heidelberg vergeben, d.h. es besteht eine örtliche Zulassungsbeschränkung. Viele Heidelberger Rechtsprofessoren sind nationale und streckenweise internationale Größen.

 

Humanmedizin
Die medizinische Ausbildung war und ist Gegenstand fortwährender öffentlicher und interner Kritik. Dies zeigt sich in Deutschland nicht zuletzt daran, daß die zur Zeit geltende Ausbildungsordnung innerhalb von knapp 20 Jahren sieben mehr oder weniger weitreichende Änderungen erfahren hat. Eine achte Novellierung, die eine grundlegende Neuordnung ankündigte, wurde mehrere Jahre intensiv diskutiert und beraten. Mittlerweile ist sie im Bundesrat gescheitert. Stark umstritten ist der Ausbildungsweg. Vor allem die Anteile des zu vermittelnden theoretischen und praktischen Wissens sind Gegenstand fortdauernde Diskussionen.
Das Medizinstudium in Heidelberg dauert mindestens sechs Jahre und gliedert sich in einen mindestens zweijährigen vorklinischen und einen mindestens vierjährigen klinischen Teil, der wiederum drei Abschnitte umfasst. Jeder Studienabschnitt wird mit einem Staatsexamen abgeschlossen. Deutschlandweit einmalig ist das Heidelberger Hospitationsprogramm bei niedergelassenen allgemeinmedizinisch tätigen Ärzten. Ab Studienbeginn wird dem jungen Studenten Praxisbezug vermittelt und in den Umgang von Arzt und Patient miteinander eingeführt. Die Hospitationen stehen unter Themenschwerpunkten, über die die Studenten Berichte schreiben müssen. Diese werden in Seminaren aufgearbeitet. Zur Zeit nehmen 160 Arztpraxen an diesem Programm teil. Die Neugestaltung und Reform des klinischen Studiums ist in Vorbereitung. Dazu wird mit der Harvard Medical School und der LMU München eine Kooperation zur Einführung neuer Unterrichtsformen angestrebt.