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Die örtliche Burschenschaft in Chemnitz

Stadt- und Studieninformationen für Chemnitz

Stadtbeschreibung von Chemnitz


Chemnitz ist die drittgrößte sächsische Stadt. Sie liegt am Fuße des Erzgebirges und hat sich im vergangenen Jahrhundert aus dem Flusstal der Chemnitz über die Hügel im Westen und Osten ausgebreitet. Das heutige Stadtgebiet war in frühgeschichtlicher Zeit nicht besiedelt. Erst im Jahre 1143 findet das Benediktinerkloster durch die Verleihung des Marktrechtes urkundliche Erwähnung. Wenig später entstand die planmäßig angelegte, unmittelbar dem König zugehörige Stadt. Kurz darauf besaß sie bereits eine Ratsverfassung.

Nach 1307 wechselte Chemnitz als Pfandobjekt in wettinische Herrschaft. Der Markgraf verlieh Privilegien, die die Stadt wirtschaftlich stärkten. Von herausragender Bedeutung ist das Bleichprivileg von 1357, mit dem vier Bürgern die Einrichtung einer Bleiche für die Markgrafschaft Meißen an der Chemnitz gestattet wurde. Außerdem verbot der Markgraf die Ausfuhr von Garn, Flachs, Zwirn und ungebleichter Leinwand. Chemnitz erhielt damit eine Zentralstellung in der Textilproduktion und im Textilhandel. Ausdruck wirtschaftlicher Stärke der Stadt war der Erwerb von Landbesitz vom Kloster und der Kauf der hohen und niederen Gerichtsbarkeit sowie des Zolles vom Landesherrn 1423. Schon am Anfang des 17. Jahrhunderts arbeitete mehr als ein Drittel der Chemnitzer Bevölkerung in der Textilherstellung, die durch erste Versuche fabrikmäßiger Produktion und des Einsatzes von Maschinen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einen großen Aufschwung nahm. Um 1800, mit dem für deutsche Verhältnisse frühen Einsetzen der Industriellen Revolution, war Chemnitz eines der bedeutendsten gewerblichen Zentren und entwickelte sich zur ersten Fabrik- und zweiten Handelsstadt im Königreich Sachsen.

Die Stadt wuchs mit hoher Geschwindigkeit und veränderte rasch ihr Äußeres, die Mauern wurden geschliffen, die Stadttore abgebrochen, der Stadtgraben verlandete. Vororte und Vorstädte rückten enger aneinander, da sich die Industrie vor allem dort ansiedelte und die Verkehrserschließung diese Gebiete fester an die Stadt band. Die Eröffnung der Eisenbahnstrecke Chemnitz-Riesa 1852 war der Beginn des Eisenbahnnetzes, das bis um die Jahrhundertwende intensiv ausgebaut wurde. Neue Produktionsstätten mit modernen Antriebs- und Arbeitsmaschinen nahmen weite Flächen ein und prägten die Stadt. Chemnitz wurde zu einem nationalen Zentrum der Textilproduktion und des Maschinenbaues, dessen Erzeugnisse zu den begehrtesten in aller Welt gehörten. Chemnitz war das "sächsische Manchester".

Brachte der Erste Weltkrieg zunächst weiteren industriellen Aufschwung, folgte in den Jahren danach jedoch zunehmend Notstand in allen Bereichen. Zahlreiche Chemnitzer Unternehmen brachen zusammen, die Zahl der Arbeitslosen war im Verhältnis zu anderen deutschen Städten am höchsten. 1930 hatte die Stadt die meisten Einwohner in ihrer gesamten Geschichte, über 360.000 Menschen arbeiteten und lebten hier auf engem Raum. Die Firma Auto-Union verlegte 1936 ihren Sitz nach Chemnitz. Die Autobahn wurde dicht an Chemnitz vorbeigeführt.

Im Zweiten Weltkrieg produzierten Chemnitzer Betriebe wieder verstärkt für die Rüstung. Ab 1940 gab es Luftwarnungen. Im Februar und am 5. März 1945 erfolgten die schwersten alliierten Bomberangriffe. Am Ende des Krieges waren fast 9.000 Menschen in der Stadt ums Leben gekommen und das Zentrum sowie angrenzende Wohngebiete auf über sechs Quadratkilometern zerstört. Der Wiederaufbau wurde Mitte der 50er Jahre zugunsten einer neuen, weiten Innenstadt aufgegeben. Das Zentrum erhielt ein völlig anderes Aussehen. Bei Vernachlässigung der Altbausubstanz in den Gründerzeitquartieren entstanden seit Mitte der 60er Jahre am Rande der Stadt große Wohngebiete.

Von 1953 bis 1990 trug Chemnitz dann den vom DDR-Regime aufgezwungenen Namen "Karl-Marx-Stadt". Es war Zentrum des DDR-Maschinenbaues und brachte es Ende der 80er Jahre auf 315.000 Einwohner. Trotz weiterer Eingemeindungen in den letzten Jahren leben gegenwärtig nur 260.000 Menschen in der Stadt. Erstmals in der gesamten Stadtgeschichte gibt es keinen Wohnungsmangel.

Der gravierende politische und wirtschaftliche Wandel, der im Herbst 1989 mit dem Zerfall der alten Machtstrukturen begann, führte unter anderem zum Aufbau der kommunalen Selbstverwaltung und leistungsfähiger Industriebetriebe. Mittelständische, innovative Unternehmen auf neuen Gewerbegebieten prägen heute das wirtschaftliche Leben. Der Neubau von Wohn- und Geschäftshäusern und die Sanierung traditionsreicher Wohngebiete wie der Kaßberg und der Sonnenberg und denkmalgeschützter Bauwerke verändern das Stadtbild.

Heute ist Chemnitz dabei, sich zu einer der modernsten Mitteldeutschen Städte zu entwickeln. Chemnitz hat das seltene Glück, eine vollkommen modernisierte Innenstadt zu bekommen. Die im Jahr 1995 begonnenen Bauarbeiten im, von den alliierten Bomben und der "SED-Baukultur" vollkommen entstellten Stadtkern, werden in wenigen Jahren abgeschlossen sein. Abgesehen vom historischen Rathaus und einigen wenigen alten Gebäuden, ist das Stadtzentrum laut der Zeitung "Die Welt" bald, das wohl Modernste in ganz Deutschland.

Nach der Wende siedelten sich viele Unternehmen in Chemnitz an; allen voran das Volkswagenwerk, Niles-Simmons und Siemens. Aber auch für viele Mittelständische Dienstleistungsbetriebe wurde Chemnitz in den letzen Jahren zum fruchtbaren und ertragreichen Boden. In den Industriegebieten rund um die Stadt entstehen ständig neue Betriebe. Weiterhin sind die kulturellen Einrichtungen hervorhebenswert. Chemnitz hat es trotz der weitgehenden Prägung als "Arbeiterstadt" in den letzten Jahren geschafft, sich zu einer bedeutenden sächsischen Kulturstadt zu mausern, die den Vergleich mit Dresden und Leipzig nicht scheuen muss.

Am Theaterplatz finden sich das Opernhaus und die Kunstsammlungen, die sich in den letzten Jahren mit bedeutenden Ausstellungen von Pablo Picasso, Francoise Gilot und Edward Munch, einen europaweiten Namen gemacht haben. Unweit des Rathauses eröffnete 2004 das Kulturkaufhaus "DAS tietz". Mit einem einmaligen Konzept wurden dort die "Neue Sächsische Galerie", die Stadtbibliothek, das Naturkundemuseum sowie die Volkshochschule, zusammen mit vielen Spezialläden unter einem Dach vereint. Aber auch in den vielen kleinen und großen Galerien und Museen in den Stadtteilen kann der interessierte Kenner und Kunstliebhaber viele kleine und große Schätze entdecken. In den Sommermonaten laden etliche Straßencafe´s zum Besuch ein. Vor allem in Deutschlands größtem zusammenhängenden Jugendstil- und Gründerzeitgebiet, was vom Krieg fast gänzlich verschont blieb, dem Kaßberg, kommt der Kulturhungrige voll auf seine Kosten. Durch das umfassend ausgebaute Bus- und Straßenbahnnetz, ist es ein Leichtes zwischen Universität, Burschenschaft und Kultureinrichtungen zu pendeln.

  www.chemnitz.de

 

Beschreibung der Technischen Universität Chemnitz

Die Technische Universität Chemnitz bietet hervorragende Bedingungen für Studium und Forschung, sie ist leistungsstark und wettbewerbsorientiert, sie ist offen für neue Strukturen und besitzt ein hohes internationales Ansehen, sie ist traditionsreich und innovativ.

Über Grenzen von Fächern und Fakultäten hinweg sind in Chemnitz Forschung und Lehre in den Ingenieurwissenschaften, in den Naturwissenschaften und in der Mathematik eng verknüpft mit den Wirtschaftswissenschaften sowie den Geistes- und Sozialwissenschaften. Das Forschungsprofil der TU Chemnitz ist ebenso interdisziplinär ausgerichtet wie ein Großteil der Studienangebote.

Damit wird die Universität der immer stärker werdenden Verbindung von Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft gerecht. Das fällt an einer kleinen Universität leichter als an einer großen. Wissenschaftler aller Bereiche finden sich an den Schnittstellen Mensch, Technik, Management und Kommunikation zusammen. Das prägt nicht nur das Profil der Technischen Universität, es passt auch ideal zur traditionsreichen Industriestadt Chemnitz.

Ursprünglich dazu gedacht, nur Diplomingenieure auszubilden, hat sie sich heute zu einer technischen Universität im Spannungsbogen zwischen Geist und Technik entwickelt. Die Basis dazu bilden unsere sieben Fakultäten. Längst ist die Technische Universität Chemnitz ein Schrittmacher der Region.

  www.tu-chemnitz.de

 

Informationen zu den einzelnen Fakultäten

Naturwissenschaften
Die Fakultät für Naturwissenschaften, durch den Zusammenschluss der Fachbereiche Chemie und Physik im Jahre 1994 entstanden, bietet Studenten attraktive Studienangebote und sehr gute Studienbedingungen sowie Wissenschaftlern sehr gute Forschungsmöglichkeiten. Im Bereich der Forschung ist die enge Verflechtung zwischen Chemie und Physik beispielhaft. Sie dokumentiert sich insbesondere in den institutsübergreifenden Forschungsschwerpunkten der Fakultät. Auf dem Gebiet der Lehre werden die auf den neuesten Stand gebrachten klassischen Ausbildungsgänge Chemie und Physik angeboten, daneben zunehmend neu gestaltete fächerübergreifende konsekutive Studiengänge: Bachelor (Computational Science / Studentische Informationen zu CSB, Materialwissenschaft), Master (Computational Science) sowie Diplom (Chemie und Physik).


Mathematik
Die Fakultät für Mathematik feierte die Gründung des "Institutes für Mathematik und Geometrie" am 1. Februar 1954 mit einer Festveranstaltung im Juni 2004. Daraus entstand die Anregung, die Geschichte der Fakultät in einer ersten Fassung einem wohlmeinenden und kritischen Publikum zu präsentieren. Studienrichtungen sind: Mathematik, Mathematik mit vertiefter Informatikausbildung, Technomathematik, Wissenschaftsmathematik, Bachelorstudiengang Finanzmathematik, Integrierter internationaler Master- und Promotionsstudiengang.


Elektrotechnik und Informationstechnik
An der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik werden hochqualifizierte Ingenieure für Elektrotechnik, Informationstechnik und Mikrotechnik/Mechatronik ausgebildet. Nach dem Urteil der Studenten bei Hochschul-Rankings gehört unsere Fakultät seit Jahren zu den Besten in Deutschland. Neben breit gestreuten Forschungsobjekten an den einzelnen Professuren gibt es besondere Schwerpunkte im "Zentrum für Mikrotechnologien" und im Sonderforschungsbereich 379 "Mikromechanische Sensor- und Aktorarrays" zu sehen. Trotz leicht steigender Anfängerzahlen kann der Bedarf der Industrie an Diplomingenieuren nicht gedeckt werden. Damit ist auf absehbare Zeit die Arbeitsmarktsituation für unsere Absolventen ausgezeichnet. Studiengänge: Diplomstudium Elektrotechnik, Diplomstudium Informations- und Kommunikationstechnik, Diplomstudium Mikrotechnik/Mechatronik, Aufbaustudium Mikroelektronik sowie Wirtschaftsingenieurwesen-ET.


Informatik
Die Fakultät Informatik bietet folgende Studiengänge: Diplomstudiengang Informatik, Diplomstudiengang Angewandte Informatik, Diplomstudiengang Wirtschaftsinformatik, Magisterstudium, Lehramtsstudium sowie Ergänzungsstudium Lehramt Informatik.


Wirtschaftswissenschaften
Im Jahre 1991 begann die Gründungskommission unter Vorsitz des Gründungsdekans Prof. Dr. P. R. Wossidlo, Universität Bayreuth, mit dem Neuaufbau der Fakultät. Aus ihrer Arbeit resultieren die Leitlinien für die Lehr- und Forschungsarbeit an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften: Hohe Leistungsfähigkeit in Lehre und Forschung, orientiert am westeuropäischen Standard von Universitäten, moderne Studiengänge mit eigenem Profil unter Berücksichtigung regionaler Bedürfnisse, interdisziplinäre Kompetenz durch Integration von Fremdsprachen, geistes- und/oder ingenieurwissenschaftlichen Fächern, besonderes Qualitätsprofil von Chemnitzer Absolventen durch begrenzte Studentenzahlen bei engem Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden und "schlagkräftiges" Team von Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern mit hohem fachlichem Anspruch. Die möglichen Studiengänge sind: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftspädagogik, Wirtschaftsingenieurwesen, Europa Studien/European Studies mit wirtschaftswissenschaftlicher Ausrichtung, Wissensmanagement (Master berufsbegleitend) sowie Aufbaustudiengang "Wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung für Juristen".


Philosophische Fakultät
Die Philosophische Fakultät umfasst ein breites Spektrum sprach-, literatur-, kultur- und sozial- und psychologisch-erziehungswissenschaftlicher Fachgebiete. Studiengänge: Magister, Bachelor, Diplom, Master und Kombinationsprofile.