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Die örtliche Burschenschaft in Aachen
Stadtbeschreibung von Aachen
Direkt am Dreiländereck zwischen Deutschland, den Niederlanden und Belgien liegt die alte Kaiserstadt Aachen. Eigentlich heißt die Stadt, die für ihre schwefelhaltigen Quellen weltberühmt ist, Bad Aachen, der Titel Bad wird jedoch aus nachvollziehbaren Gründen nicht geführt. Obwohl man meinen müßte, daß eine Kurstadt hauptsächlich ältere Leute anziehen würde, sind immerhin 50.000 der 250.000 Aachener Studenten. Diese verteilen sich auf 4 Hochschulen, die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule, die Fachhochschule Aachen mit einem Außeninstitut und einer Kernforschungsanlage in Jülich, die Katholische Fachhochschule sowie eine Abteilung der Musikhochschule Köln.
Die Stadt verfügt über ein sehr gutes Nahverkehrssystem mit stündlichen Verbindungen nach Köln, Düsseldorf, Maastricht, Brüssel und Lüttich. Für Studenten der TH gibt es ein Semesterticket, das für den gesamten Aachener Verkehrsverbund gilt, zusätzlich die Bahnstrecken nach Köln und Düsseldorf. Was die Freizeitgestaltung angeht, bietet Aachen unzählige Möglichkeiten Sämtliche Sportarten werden vom Hochschulsportzentrum oder öffentlichen Vereinen angeboten, das Theater Aachen ist für seine klassischen sowie modernen Aufführungen weit bekannt, desweiteren gibt es noch einige kleinere private Theater sowie natürlich unzählige Kinos, Kneipen, Discotheken und Bistros. Die Nachbarstädte Vaals (Niederlande) und Kelmis (Belgien) sind zu Fuß oder mit dem Bus zu erreichen und erweitern das Angebot. Bleibt noch zu erwähnen, daß Aachen ein ausgesprochener Technologiestandort ist, was hauptsächlich für Technikstudenten, die nebenher arbeiten wollen oder müssen, interessant ist. Bietet dies doch die Möglichkeit, sich auch neben dem Studium im Job weiterzubilden und so das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.
Beschreibung und Übersicht der Hochschulen
Die Anfänge der Gründungsgeschichte der Technischen Hochschulen lassen sich bis ins Jahr 1858 zurückverfolgen, seinerzeit erhielt der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm, der nach seiner Hochzeit mit der englischen Prinzessin Victoria durch Aachen reiste, aus den Händen von Regierungspräsident Kühlwetter ein Geldgeschenk, daß zur Grundlage für die Gründung einer neuen Studienanstalt dienen sollte. Nach langem Hin und Her wurde Aachen dem Standort Köln vorgezogen. Denn hier gab es nicht nur ein entsprechendes Grundstück auch erklärte sich die Aachener und Münchener Versicherung zur finanziellen Unterstützung bereit. Diese Versicherung, von David Hansemann ins Leben gerufen, hatte in ihren Statuten stehen, daß die Hälfte der jährlichen Gewinne für gemeinnützige Zwecke verwendet werden sollten.
Mit der Einrichtung einer Abteilung für Handelsschüler, Maschinenbauer und Bauingenieure, für Chemiker und Hüttenleute sowie für Bergbau war das Konzept recht breit gefächert. Im Jahre 1863 legte man den Grundstein, am Tag der Feier der 50jährigen Zugehörigkeit der Rheinlande zu Preußen. Lange debattierte man um die weitere Ausrichtung, strich den kaufmännischen Unterricht und zögerte den des Bergbaus hinaus, dafür wurde die Architektenausbildung ins Auge gefaßt. Erster Direktor wurde der Geheime Bau- und Regierungsrat August von Kaven. Schon wenige Jahre nach der Eröffnung, der Unterricht mußte kurz nach der Eröffnung wegen des deutsch-französischen Krieges wieder abgesagt werden. Breite sich die Polytechnische Schule immer weiter aus, es entstanden neben dem Hauptgebäude eigene Institutsgebäude für die Chemiker und für die Bergleute. Im Bereich des Maschinenbauwesen und der Elektrotechnik war Aachen die erste Unterrichtsanstalt dieser Art 1899 erhielt die Aachener Anstalt das Recht zur Promotion und wurde damit den Technischen Hochschulen gleichgesetzt.
Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs bedeutete eine Unterbrechung der allgemeinen Entwicklung, nicht nur, was den Verlust an Dozenten und Studenten anbelangte. Den schlechten wirtschaftlichen Zeiten entsprechend begründete man die FAHO (Freunde der Aachener Hochschule), die unterstützend eingriff. Im Jahre 1929, als Körperschaft des öffentlichen Rechts, erhielt die Technische Hochschule den gleichen Rang wie eine Universität. Die Lehrtätigkeit wurde 1939 - 1940 bei Ausbruch des Krieges unterbrochen, dann aber, mit der entsprechenden Evakuierung der Institute bis 1944 fortgesetzt. Im Januar 1946 begann man an vielen Stellen bei Null, 75% der Institute waren zum teil vollständig zerstört worden. In den 1960er Jahren kam die Gründung der philosophischen und medizinischen Fakultät hinzu, letztere vor allem, um den jüngsten Entwicklungen im Bereich der Medizintechnik zu entsprechen.
