Suche & Recherche

erweiterte Suche  
Die weitere Entwicklung in der KaiserzeitDie Burschenschaft in der Weimarer Republik

Die Deutsche Burschenschaft im Ersten Weltkrieg

Bonner Märkerhaus als Lazarett, 1915
Bonner Märkerhaus als Lazarett, 1915
100-Jahr-Feier der Deutschen Burschenschaft im Lazarett Aure, 1915
100-Jahr-Feier der Deutschen Burschenschaft im Lazarett Aure, 1915

Tausende von jungen und alten Burschenschaftern zogen bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges ins Feld; etwa 3.500 starben für das Vaterland. Die daheimgebliebenen Verbandsbrüder versuchten, auf andere Art und Weise ihren Anteil zu leisten. Dem Roten Kreuz wurden größere Summen zur Verfügung gestellt, und eine ganze Reihe von Burschenhäusern wurde aus Mitteln der einzelnen Burschenschaften als Lazarett eingerichtet. Der für die Kriegsdauer eingesetzte Geschäftsführende Ausschuß der Deutschen Burschenschaft beteiligte sich am "Vaterländischen Studentendienst", über den die zum Wehrdienst nicht fähigen Studenten in der Verwundetenpflege, im Lazarettunterricht, in der Flüchtlingsfürsorge und in der Jugendpflege eingesetzt wurden.

Auf Anregung der Deutschen Burschenschaft wurde im April 1915 der "Akademische Hilfsbund" gegründet, der sich der studentischen Verwundeten annahm. Der von sämtlichen studentischen Verbänden, akademischen Berufsvereinigungen, den staatlichen Behörden und den Hochschulen unterstützte Hilfsbund hat von 1915 bis 1925 unter der Leitung von Hugo Böttger beachtliche Leistungen in der Heilfürsorge für kriegsbeschädigte Akademiker, in der Berufsberatung und der Stellenvermittlung gezeigt.