Suche & Recherche

erweiterte Suche  
Die Wiedergründung nach dem Zweiten WeltkriegAuf dem Weg zur Deutschen Wiedervereinigung

Die 150-Jahr-Feier der Deutschen Burschenschaft

Grußwort des Bundesvizekanzlers Erich Mende
Grußwort des Bundesvizekanzlers Erich Mende
Grußwort des regierenden Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt
Grußwort des regierenden Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt
Kommers aus Anlaß der 150-Jahr-Feier der Deutschen Burschenschaft
Kommers aus Anlaß der 150-Jahr-Feier der Deutschen Burschenschaft

Die Feier des 150-jährigen Bestehens der Deutschen Burschenschaft fand am 12. Juni 1965 in Berlin unter Leitung der Jenaischen Burschenschaft statt.

Bundespräsident Heinrich Lübke, der eine Abordnung der Deutschen Burschenschaft wenige Tage später in Bonn empfing, lobte in einer Grußbotschaft die "verantwortungsbewußte staatsbürgerliche Bildungsarbeit" der Deutschen Burschenschaft.

Für die Bundesregierung erklärte Vizekanzler Erich Mende beim Festakt in Berlin, daß "der Idealismus der deutschen Burschenschaften für die Zukunft des deutschen Volkes wesentlich wertvoller sei als der Materialismus jener Studentenfunktionäre, die das Studentengehalt zum obersten Prinzip ihrer Arbeit machen wollten".

Der Berliner Regierende Bürgermeister Willy Brandt gab der Hoffnung Ausdruck, die junge Generation werde das Recht auf Selbstbestimmung unbefangener und nachdrücklicher fordern können als ältere Generationen.

Nach Ansprachen des Präsidenten der Westdeutschen Rektorenkonferenz, Rudolf Sieverts (Universität Hamburg), des Dekans der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien, Walter Kornfeld, und des Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Studentenschaften, Uwe Janssen (Germania Marburg), verlangte der Hamburger Theologe Helmut Thielicke in seiner Festrede ein mutiges Bekenntnis zu Idealen, die durch den Mißbrauch im Hitlerstaat nichts von ihrem Wert verloren hätten.

Die grundsätzliche Entschließung des Burschentages 1965, in der im Bewußtsein einer wechselvollen Geschichte der Wahlspruch "Ehre - Freiheit - Vaterland!" bekräftigt wurde, schloß mit dem Protest gegen die kommunistische Verfälschung burschenschaftlicher Ideale, die dadurch zum Ausdruck kam, daß der Rat der Stadt Jena der DDR-Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend (FDJ) die Originalfahne der Urburschenschaft übergab.