Bundeskanzler Helmut Kohl über die Deutsche Burschenschaft

Beim Festkommers der DB am 1. Juni 1996 in Eisenach sagte für ihn der Bundestagsabgeordnete Dr. Alfred Dregger:

Der Bundeskanzler hat mich ausdrücklich gebeten, dem deutschen Burschenschaftstag 1996 seine herzlichen Grüße zu übermitteln. Er möchte den deutschen Burschenschaften dafür danken, daß sie während der Zeit der nationalen Trennung unbeirrt an der Forderung nach Einheit für Deutschland und Freiheit für unsere Landsleute in der DDR festgehalten haben, so wie es ihrer Tradition seit 1815 entspricht.

Persönliches Grußwort des Bundeskanzlers
zum Festakt am 12. Oktober 1996 in Eisenach:

Zum Akademischen Festakt anläßlich der Einweihung einer Gedächtnistafel zu Ehren Heinrich von Gagerns übermittle ich den Mitgliedern der Jenaischen Burschenschaften Armina auf dem Burgkeller, Germania und Teutonia meine herzlichsten Grüße.

Heinrich von Gagern war Mitglied der Jenaischen Burschenschaft, deren Farben Schwarz-Rot-Gold zum Symbol des Freiheits- und Einheitswillens aller Deutschen geworden sind. Mit ihm würdigen Sie einen Mann, der sich als erster Präsident der Frankfurter Nationalversammlung von 1848 an hervorragender Stelle für ein geeintes Deutschland und die Freiheit seiner Menschen in einer demokratischen Ordnung eingesetzt hat.

Diese Ideale sind unverändert aktuell. Daß sie heute, nach den Jahrzehnten der schmerzlichen Teilung unseres Vaterlandes, Heinrich von Gagerns am historischen Gründungsort der Burschenschaft in einem wiedervereinigten Deutschland gedenken können, ist ein Grund zur Freude. Indem Sie an ihn erinnern und sein Andenken bewahren, leisten Sie zugleich einen Beitrag zur Stärkung des Geschichtsbewußtseins, ohne das sich eine gute Zukunft für Deutschland im zusammenwachsenden Europa nicht gestalten läßt.