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02.03.2016 Die Deutsche Burschenschaft lehnt Grenzkontrollen am Brenner und am Reschen ab!

Die an sich richtige und notwendige Forderung nach Kontrolle und Verhinderung illegaler Einwanderungsströme nach und durch Europa bedeutet faktisch eine Reaktivierung der selbst von der Vizepräsidentin des EU-Parlaments Lunacek als „Unrechtsgrenze“ bezeichneten Brennergrenze.

Österreich ist daher gehalten, darauf hin zu wirken, dass Italien durch die Errichtung von Registrierungsstellen bereits an seiner Südgrenze dafür Sorge trägt, dass es nicht erst zu einem Rückstau von unkontrollierten und unregistrierten Flüchtlingsströmen am Brenner und in dessen Folge zum Verbleib der Flüchtlinge in der Region kommt.

Unabhängig davon, welche Maßnahmen in den nächsten Wochen am Brenner und am Reschen oder an den Küsten Italiens tatsächlich getroffen werden, zeigt die aktuelle Entwicklung, dass die Rolle Österreichs als Schutzmacht Tirols und die nie aufgegebene Forderung nach Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts Südtirols aktueller den je sind.

Bei der Brenner-Grenze geht es nämlich um mehr als ausschließlich um Fragen der Wirtschaft, des ungehinderten Güterverkehrs und des Fremdenverkehrs. Es geht auch um die Erhaltung einer 1200 Jahre alten ethnischen und kulturellen Identität zwischen Kufstein und Salurn

Vorsitzende Burschenschaft der Deutschen Burschenschaft
Berliner Burschenschaft Gothia
Sekretariat der Deutschen Burschenschaft
Löberstraße 14
D-99817 Eisenach